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Wein aus den Marken

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MONCARO Rosso IGT - Sangiovese, Montepulciano BIO

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Vignamato Versiano DOC Verdicchio dei Castelli di Jesi Classico Superiore 2022

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Die Marken – Wein zwischen Apennin und Adria

Die Marken liegen an der Adriaküste Mittelitaliens zwischen der Emilia-Romagna im Norden und den Abruzzen im Süden. Vom Apennin fällt die Landschaft über zahlreiche Täler und sanfte Hügel bis zum Meer ab.

Diese Lage prägt auch den Weinbau. Kühle Luft aus dem Gebirge trifft auf den klimatischen Einfluss der Adria, während ein großer Teil der Reben auf Hügelstandorten im Landesinneren wächst.

International sind die Marken vor allem für Verdicchio bekannt. Daneben entstehen Rotweine aus Montepulciano und Sangiovese sowie charakteristische Weine aus regionalen Rebsorten wie Pecorino, Passerina und Lacrima.

Eine Region der Hügel

Zwischen dem Apennin und der Adriaküste verlaufen zahlreiche Flusstäler quer durch die Marken. Der Weinbau konzentriert sich vor allem auf die dazwischenliegenden Hügellandschaften.

Höhenlage und Entfernung zum Meer schaffen dabei unterschiedliche Mikroklimata. Frische Luft aus den Bergen und Einflüsse von der Adria können besonders in den Hügeln für deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen.

Auch die Böden wechseln innerhalb der Region. Kalk und Ton spielen in vielen Weinbaugebieten eine wichtige Rolle und bilden die Grundlage für sehr unterschiedliche Weiß- und Rotweinstile.

Verdicchio – die große weiße Rebsorte der Marken

Keine Rebsorte ist so eng mit der Weinidentität der Marken verbunden wie Verdicchio.

Die Sorte besitzt von Natur aus eine lebendige Säure und kann Weißweine mit Zitrusfrucht, Apfel, weißen Blüten, Kräutern und einer charakteristischen würzig-mandeligen Note hervorbringen.

Eine der großen Stärken des Verdicchio ist seine Vielseitigkeit. Neben frischen, jung zu trinkenden Weißweinen entstehen strukturierte Superiore- und Riserva-Weine, die sich über viele Jahre entwickeln können.

Warum heißt die Rebsorte Verdicchio?

Der Name Verdicchio leitet sich vom italienischen „verde“ für Grün ab und verweist auf die grünliche Färbung der Beeren beziehungsweise die häufig grünlichen Reflexe junger Weine.

Im Glas ist Verdicchio meist hell bis strohgelb. Mit zunehmender Reife können sich Farbe und Aromatik deutlich weiterentwickeln.

Castelli di Jesi – das bekannteste Verdicchio-Gebiet

Die größte und bekannteste Heimat des Verdicchio liegt in den Hügeln westlich von Ancona rund um die Stadt Jesi.

Der Name „Castelli di Jesi“ erinnert an die zahlreichen historischen befestigten Orte und Gemeinden, die diese Hügellandschaft prägen.

Für Verdicchio dei Castelli di Jesi müssen mindestens 85 Prozent Verdicchio verwendet werden. Die Weinberge reichen von niedrigeren Hügeln bis in deutlich höhere Lagen am Rand des Apennin.

Was bedeutet „Classico“ bei Verdicchio?

„Classico“ bezeichnet bei Verdicchio dei Castelli di Jesi das historische Kerngebiet der Herkunft. Es handelt sich also nicht um eine Geschmacksangabe.

Die Bezeichnung weist darauf hin, dass die Trauben aus dem traditionell definierten Anbaugebiet innerhalb der Castelli di Jesi stammen.

Gerade bei italienischen Weinen ist „Classico“ häufig ein wichtiger Herkunftshinweis und sollte nicht mit Begriffen wie trocken, kräftig oder traditionell verwechselt werden.

Was bedeutet „Superiore“?

Auch „Superiore“ ist bei Verdicchio dei Castelli di Jesi eine rechtlich definierte Bezeichnung. Für diese Weine gelten strengere Produktionsvorgaben als für die Basisversion der DOC.

Ein Verdicchio dei Castelli di Jesi Classico Superiore verbindet damit das historische Classico-Gebiet mit den Anforderungen der Superiore-Kategorie.

Verdicchio kann hervorragend reifen

Verdicchio wird häufig als frischer italienischer Weißwein wahrgenommen. Hochwertige Exemplare können jedoch ein bemerkenswertes Reifepotenzial besitzen.

Die natürliche Säure der Rebsorte bildet dafür eine wichtige Grundlage. Mit zunehmender Flaschenreife können sich neben der Frucht komplexere Aromen von Kräutern, Mandeln, getrockneten Früchten und würzigen Noten entwickeln.

Gerade Superiore- und Riserva-Weine zeigen, dass Verdicchio zu den ernstzunehmenden lagerfähigen Weißweinen Italiens gehört.

Castelli di Jesi und Matelica – zwei Welten des Verdicchio

Verdicchio besitzt in den Marken zwei besonders wichtige Herkunftsgebiete: Castelli di Jesi und Matelica.

Castelli di Jesi liegt näher an der Adria und öffnet sich über die Täler in Richtung Meer. Matelica befindet sich weiter im Landesinneren in einem von Bergen umgebenen Tal.

Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen können zu unterschiedlichen Ausdrucksformen derselben Rebsorte führen. Genau darin zeigt sich, wie stark Verdicchio auf seine Herkunft reagiert.

Verdicchio ist nicht nur Stillwein

Aufgrund seiner ausgeprägten Säure eignet sich Verdicchio auch für andere Weinarten.

Innerhalb der Herkunft sind beispielsweise Schaumwein und Passito vorgesehen. Besonders bekannt bleiben jedoch die trockenen Stillweine, vom frischen Verdicchio bis zur lange gereiften Riserva.

Vignamato – Verdicchio aus San Paolo di Jesi

Unser Verdicchio stammt von Vignamato aus San Paolo di Jesi. Der Familienbetrieb ist dort seit 1952 ansässig und wird heute in vierter Generation geführt.

Der Versiano Verdicchio dei Castelli di Jesi DOC Classico Superiore wird ausschließlich aus Verdicchio erzeugt.

Die Trauben stammen aus zwei nordexponierten Weinbergen auf etwa 350 bis 400 Metern Höhe in zwei Gemeinden des historischen Classico-Gebiets. Der Wein reift zunächst in verglasten Betontanks und Edelstahl und anschließend weiter auf der Flasche.

Montepulciano – nicht nur in den Abruzzen

Montepulciano wird zwar besonders mit den benachbarten Abruzzen verbunden, spielt aber auch in den Marken eine wichtige Rolle.

Vor allem im südlichen und mittleren Teil der Region bildet die Rebsorte die Grundlage verschiedener Rotweinherkünfte.

Sie kann tief gefärbte Weine mit dunklen Kirschen, Pflaumen, Kräutern und kräftiger Struktur hervorbringen.

Sangiovese – der zweite wichtige rote Partner

Neben Montepulciano ist Sangiovese eine wichtige rote Rebsorte der Marken.

Sangiovese bringt häufig rote Frucht, lebendige Säure und eine eher herzhafte Würze mit. Gemeinsam mit dem dunkleren und körperreicheren Montepulciano entstehen daraus klassische mittelitalienische Cuvées.

Diese Verbindung zeigt eine ganz andere Seite der Marken als die vom Verdicchio geprägten Weißweingebiete.

Piceno – Rotwein aus dem Süden der Marken

Im Süden der Region liegt das Anbaugebiet Piceno. Hier spielen Montepulciano und Sangiovese gemeinsam eine zentrale Rolle.

Die Weine verbinden häufig die dunklere Frucht und Struktur des Montepulciano mit der Säure und roten Frucht des Sangiovese.

Damit gehört Piceno zu den klassischen roten Gegenstücken zum weißen Verdicchio.

Conero – Montepulciano an der Adriaküste

Rund um den Monte Conero südlich von Ancona zeigt sich Montepulciano in einer weiteren charakteristischen Herkunft.

Rosso Conero DOC und die höher eingestufte Conero Riserva DOCG basieren wesentlich auf Montepulciano.

Die Nähe zur Adriaküste und das markante Kalkmassiv des Monte Conero unterscheiden dieses Gebiet deutlich von den weiter südlich gelegenen Rotweinzonen.

Pecorino und Passerina

Im Süden der Marken werden außerdem Pecorino und Passerina angebaut – zwei weiße Rebsorten, die auch in den benachbarten Abruzzen verbreitet sind.

Pecorino kann strukturierte, säurebetonte Weißweine mit Zitrusfrucht, Kräutern und gelben Früchten hervorbringen.

Passerina zeigt häufig eine leichtere, florale und besonders frische Stilistik. Beide Sorten haben in den vergangenen Jahrzehnten wieder deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen.

Lacrima – eine echte Spezialität der Marken

Zu den eigenständigsten roten Rebsorten der Marken gehört Lacrima.

Ihre bekannteste Herkunft ist Lacrima di Morro d’Alba DOC nördlich von Ancona. Die Rebsorte kann ausgesprochen duftige Rotweine mit floralen und beerigen Aromen erzeugen.

Sie zeigt, wie viel mehr die Marken zu bieten haben als Verdicchio, Sangiovese und Montepulciano.

Marche IGT – mehr Freiheit für die Winzer

Neben den zahlreichen DOC- und DOCG-Herkünften gibt es die übergeordnete geografische Angabe Marche IGT.

Sie gibt den Erzeugern größere Freiheit bei Rebsorten und Cuvées und ermöglicht sowohl Weiß-, Rosé- als auch Rotweine.

Gerade Cuvées aus traditionellen Sorten wie Sangiovese und Montepulciano können unter dieser Herkunft unkompliziert die regionale Rotweintradition widerspiegeln.

Wie schmeckt Wein aus den Marken?

Die Marken besitzen keinen einheitlichen Weinstil. Schon die wichtigsten Rebsorten zeigen sehr unterschiedliche Charaktere.

Verdicchio steht für Frische, Struktur, Zitrusfrucht, Kräuter und häufig einen charakteristischen mandeligen Nachhall.

Sangiovese und Montepulciano bringen dagegen rote und dunkle Früchte, Würze und mehr Tannin ins Glas. Die Region kann deshalb sowohl lebendige Weißweine als auch kräftige, mediterrane Rotweine hervorbringen.

Welcher Wein aus den Marken passt zum Essen?

Verdicchio ist ein ausgesprochen vielseitiger Speisenbegleiter. Seine Frische und Struktur passen hervorragend zu Fisch, Meeresfrüchten, Antipasti, Gemüse und Pasta.

Strukturiertere Verdicchio-Weine können auch kräftigere Fischgerichte und helles Fleisch begleiten.

Rotweine aus Sangiovese und Montepulciano passen gut zu Pasta mit kräftigen Saucen, Pizza, gegrilltem Fleisch und gereiftem Käse.

Wein aus den Marken bei WEIN KUSCH

Unser Sortiment aus den Marken ist bewusst klein und zeigt zwei unterschiedliche Seiten der Region.

Mit dem Versiano von Vignamato führen wir einen Verdicchio dei Castelli di Jesi DOC Classico Superiore aus 100 Prozent Verdicchio und damit einen Wein aus der wichtigsten weißen Rebsorte der Marken.

Ergänzt wird die Auswahl durch einen Marche IGT Rosso von Moncaro aus Sangiovese und Montepulciano. Damit stehen sich in unserer kleinen Auswahl die klassische weiße und die rote Seite der Region gegenüber.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Wein aus den Marken

Welcher Wein ist typisch für die Marken?
Der bekannteste Wein der Marken ist Verdicchio. Besonders wichtig sind Verdicchio dei Castelli di Jesi und Verdicchio di Matelica. Bei den Rotweinen spielen vor allem Montepulciano und Sangiovese eine wichtige Rolle.
Was ist Verdicchio?
Verdicchio ist eine weiße Rebsorte, die besonders eng mit den Marken verbunden ist. Die Weine besitzen häufig eine lebendige Säure und zeigen Zitrusfrucht, Apfel, Kräuter sowie einen charakteristischen mandeligen Nachhall.
Was ist Verdicchio dei Castelli di Jesi?
Verdicchio dei Castelli di Jesi ist eine geschützte Herkunft in den Hügeln westlich von Ancona rund um Jesi. Die Weine müssen zu mindestens 85 Prozent aus Verdicchio bestehen.
Was bedeutet Classico bei Verdicchio?
Classico bezeichnet das historische Kerngebiet der Herkunft Verdicchio dei Castelli di Jesi. Der Begriff beschreibt also die geografische Herkunft und nicht den Geschmack des Weines.
Was bedeutet Classico Superiore bei Verdicchio?
Classico zeigt die Herkunft aus dem historischen Kerngebiet der Castelli di Jesi an. Superiore bezeichnet eine Kategorie mit strengeren Produktionsanforderungen als bei der Basisversion der DOC.
Kann Verdicchio reifen?
Ja. Hochwertiger Verdicchio besitzt durch seine natürliche Säure ein bemerkenswertes Reifepotenzial. Besonders Superiore- und Riserva-Weine können sich über viele Jahre positiv auf der Flasche entwickeln.
Was ist der Unterschied zwischen Castelli di Jesi und Matelica?
Castelli di Jesi liegt in einer Hügellandschaft, die sich in Richtung Adriaküste öffnet. Matelica liegt weiter im Landesinneren zwischen Bergen. Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen führen zu verschiedenen Ausdrucksformen des Verdicchio.
Welche roten Rebsorten sind typisch für die Marken?
Montepulciano und Sangiovese sind die wichtigsten roten Rebsorten der Region. Daneben gibt es regionale Spezialitäten wie Lacrima.
Was ist Rosso Piceno?
Piceno ist eine wichtige Rotweinherkunft im Süden der Marken. Sangiovese und Montepulciano prägen die Weine und verbinden rote und dunkle Frucht mit Würze und Struktur.
Was ist Marche IGT?
Marche IGT ist eine geschützte geografische Angabe für Weine aus den Marken. Sie lässt den Erzeugern mehr Freiheit bei Rebsorten und Cuvées als die enger gefassten DOC- und DOCG-Herkünfte.
Welcher Wein aus den Marken passt zu Fisch?
Verdicchio ist ein klassischer Begleiter zu Fisch und Meeresfrüchten. Seine lebendige Säure, würzige Frische und Struktur passen außerdem sehr gut zu Antipasti und mediterranen Gemüsegerichten.
Welche Weine aus den Marken führt WEIN KUSCH?
Unser bewusst kleines Sortiment umfasst einen Verdicchio dei Castelli di Jesi DOC Classico Superiore von Vignamato sowie einen Marche IGT Rosso von Moncaro aus Sangiovese und Montepulciano.