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Wein aus Priorat

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Hidalgo Lo Petit Pau DO Priorat BIO

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Priorat – große Weine aus einer extremen Landschaft

Priorat gehört zu den kleinsten und zugleich renommiertesten Weinregionen Spaniens. Im bergigen Hinterland der katalanischen Provinz Tarragona wachsen die Reben auf steilen Hängen, kargen Böden und in sehr unterschiedlichen Höhenlagen.

Die Region ist vor allem für konzentrierte Rotweine bekannt. Ihre wichtigsten traditionellen Rebsorten sind Garnatxa und Carinyena – auf Spanisch Garnacha und Cariñena. Alte Reben, geringe Erträge und die besonderen Schieferböden können daraus Weine mit großer Tiefe und bemerkenswerter Herkunftsprägung hervorbringen.

Gleichzeitig ist Priorat wesentlich vielfältiger, als sein Ruf als Heimat mächtiger Rotweine vermuten lässt. Neben unterschiedlichen Rotweinstilen entstehen charaktervolle Weißweine, und immer stärker rücken einzelne Dörfer, Lagen und Weinberge in den Mittelpunkt.

Wo liegt Priorat?

Priorat liegt in Katalonien, westlich von Tarragona und nicht weit von der Mittelmeerküste entfernt. Das Weinbaugebiet selbst befindet sich jedoch in einer zerklüfteten, bergigen Landschaft im Landesinneren.

Die DOQ umfasst nur etwas mehr als 2.000 Hektar Rebfläche. Damit ist Priorat im Vergleich zu großen spanischen Weinregionen wie Rioja oder Ribera del Duero ausgesprochen klein.

Gerade diese geringe Fläche umfasst jedoch bemerkenswert unterschiedliche Standorte. Die Weinberge reichen ungefähr von 100 bis 750 Meter über dem Meeresspiegel.

Steile Hänge prägen den Weinbau

Wer Priorat verstehen möchte, muss zunächst seine Landschaft verstehen. Viele Weinberge liegen an ausgesprochen steilen Hängen.

Ein großer Teil der Rebflächen weist Steigungen von mehr als 15 Prozent auf. An besonders extremen Standorten können die Hänge wesentlich steiler werden.

Diese Topografie erschwert die Bewirtschaftung. Viele Arbeiten im Weinberg lassen sich nur eingeschränkt mechanisieren und erfordern entsprechend viel Handarbeit.

Traditionelle Weinberge auf natürlichen Hängen werden im Priorat häufig als „Costers“ bezeichnet. Daneben wurden an verschiedenen Stellen Terrassen angelegt, um den Weinbau an den steilen Hängen zu erleichtern.

Llicorella – der berühmte Schieferboden des Priorat

Kaum ein Begriff ist so eng mit Priorat verbunden wie Llicorella. Damit werden die charakteristischen dunklen Schieferböden der Region bezeichnet.

An vielen Standorten ist die Erdauflage gering. Die Rebwurzeln müssen sich durch Spalten und Risse im Gestein ihren Weg in tiefere Schichten suchen.

Schiefer kann sich tagsüber stark erwärmen. Gleichzeitig ist die Fähigkeit der Böden, Wasser zu speichern, begrenzt. Unter dem trockenen mediterranen Klima entstehen dadurch anspruchsvolle Bedingungen für die Reben.

Llicorella ist deshalb nicht bloß ein Marketingbegriff für Priorat. Der Schiefer gehört tatsächlich zu den prägenden geologischen Eigenschaften des Weinbaugebiets.

Warum sind die Erträge im Priorat so niedrig?

Karge Böden, Trockenheit, Steillagen und teilweise sehr alte Reben begrenzen die Erträge auf natürliche Weise.

Im Durchschnitt entstehen im Priorat weniger als ein Kilogramm Trauben pro Rebstock. Für die Erzeuger bedeutet das vergleichsweise wenig Wein pro bewirtschafteter Fläche.

Für die Qualität kann diese natürliche Ertragsbegrenzung jedoch interessant sein. Kleine Mengen konzentrierter Trauben bilden eine wichtige Grundlage für die dichten und strukturierten Weine, für die Priorat bekannt ist.

Ein mediterranes Klima mit großen Unterschieden

Das Klima des Priorat ist grundsätzlich mediterran geprägt. Die Sommer sind warm und trocken, während Niederschläge begrenzt und unregelmäßig auftreten können.

Die starke Gliederung der Landschaft verhindert jedoch ein einheitliches Klima. Höhe, Ausrichtung der Hänge und die Lage innerhalb des Gebiets schaffen zahlreiche Mikroklimata.

Ein Weinberg auf niedriger, sonnenexponierter Lage kann deshalb deutlich andere Bedingungen besitzen als ein höher gelegener Standort mit anderer Ausrichtung.

Diese Unterschiede erklären mit, warum Herkunft und einzelne Weinberge im heutigen Priorat zunehmend stärker betont werden.

Garnatxa – eine der beiden großen Rebsorten des Priorat

Garnatxa, außerhalb Kataloniens meist Garnacha und international Grenache genannt, gehört zu den wichtigsten traditionellen Rebsorten des Priorat.

Unter den warmen und trockenen Bedingungen der Region kann sie vollständig ausreifen und Weine mit reifer roter Frucht, mediterranen Kräutern, Gewürzen und beachtlicher Fülle hervorbringen.

Gute Garnatxa muss dabei keineswegs schwer wirken. Höhenlage, alte Reben und geeignete Standorte können Weinen trotz ihrer Reife Frische und Eleganz verleihen.

Carinyena – Struktur und Frische

Die zweite zentrale traditionelle Rotweinsorte des Priorat ist Carinyena. In anderen Regionen Spaniens wird sie meist Cariñena genannt, in Frankreich ist sie als Carignan bekannt.

Carinyena kann intensive Farbe, Säure, dunkle Frucht und eine ausgeprägte Tanninstruktur mitbringen.

Gerade alte Carinyena-Reben besitzen im Priorat einen besonderen Stellenwert. Gemeinsam mit Garnatxa bildet die Sorte das historische Rückgrat vieler großer Rotweine der Region.

Garnatxa und Carinyena – das klassische Duo

Garnatxa und Carinyena ergänzen sich in vielen Cuvées hervorragend.

Garnatxa kann reife Frucht, Wärme und Geschmeidigkeit beitragen, während Carinyena häufig zusätzliche Säure, dunklere Aromatik und Struktur liefert.

Dabei gibt es keine allgemeingültige Formel. Einige Erzeuger setzen stärker auf Garnatxa, andere auf Carinyena, wieder andere vinifizieren einzelne alte Weinberge separat.

Die DOQ bezeichnet beide ausdrücklich als ihre empfohlenen roten Rebsorten.

Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot im Priorat

Neben Garnatxa und Carinyena sind weitere rote Rebsorten zugelassen. Dazu gehören unter anderem Syrah, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot.

Besonders während des internationalen Aufstiegs der Region im späten 20. Jahrhundert wurden solche Sorten in zahlreichen Cuvées eingesetzt.

Heute richtet sich die Aufmerksamkeit wieder besonders stark auf Garnatxa und Carinyena sowie auf die spezifische Herkunft der Trauben. Internationale Rebsorten bleiben jedoch ein Teil der modernen Weinbaugeschichte des Priorat.

Garnatxa Blanca – Priorat kann auch Weißwein

Obwohl Priorat fast vollständig mit Rotwein assoziiert wird, entstehen in der DOQ auch bemerkenswerte Weißweine.

Besonders wichtig ist Garnatxa Blanca, die weiße Variante der Garnacha-Familie. Sie kann körperreiche und strukturierte Weißweine mit reifer Frucht, Kräuterwürze und guter Substanz hervorbringen.

Auf kargen Böden und bei niedrigen Erträgen kann die Sorte eine erstaunliche Konzentration entwickeln. Je nach Ausbau reicht die Stilistik von frischen Weißweinen bis zu komplexen, im Holz gereiften Exemplaren.

Welche weißen Rebsorten sind im Priorat erlaubt?

Neben Garnatxa Blanca sind innerhalb der DOQ weitere weiße Sorten zugelassen. Dazu zählen unter anderem Macabeu, Pedro Ximénez, Chenin Blanc, Muscat-Sorten, Xarel·lo und Picapoll Blanc.

Weißwein bleibt mengenmäßig deutlich hinter Rotwein zurück, erweitert die Region aber um eine spannende und häufig unterschätzte Seite.

Alte Reben – ein wichtiger Teil der Priorat-Identität

Alte Weinberge spielen im Priorat eine besondere Rolle. Vor allem Garnatxa und Carinyena finden sich teilweise in sehr alten Anlagen.

Alte Reben liefern häufig nur geringe Mengen an Trauben. Ihre tief entwickelten Wurzelsysteme können unter den trockenen Bedingungen besonders wertvoll sein.

Das Alter allein garantiert noch keinen großen Wein. In Verbindung mit einem guten Standort und sorgfältiger Bewirtschaftung können alte Reben jedoch außergewöhnlich konzentrierte und charaktervolle Trauben liefern.

Die Kartäuser und die Geschichte des Priorat

Die Weinbaugeschichte der Region reicht weit zurück. Einen entscheidenden Einfluss hatten die Kartäusermönche von Scala Dei.

Im 12. Jahrhundert wurde am Fuß des Montsant die Kartause Santa Maria d'Escaladei gegründet. Die Mönche entwickelten den Weinbau in der umliegenden Landschaft systematisch weiter.

Über Jahrhunderte prägte das Kloster nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das kulturelle Leben der Gegend.

Woher kommt der Name Priorat?

Auch der Name der Region ist mit dieser klösterlichen Geschichte verbunden.

Das Herrschaftsgebiet des Priors der Kartause wurde als Priorat bezeichnet. Der historische Name blieb der Landschaft erhalten und wurde schließlich auch zum Namen ihrer berühmten Weinherkunft.

Reblaus und Niedergang

Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die Reblaus auch das Priorat und zerstörte große Teile der Weinberge.

Die Folgen waren besonders schwerwiegend. Viele Menschen verließen die wirtschaftlich ohnehin schwierige Bergregion, Rebflächen wurden aufgegeben und die Weinproduktion ging erheblich zurück.

Dieser Einschnitt erklärt, warum heute verbliebene alte Weinberge einen so hohen kulturellen und weinbaulichen Wert besitzen.

Die Wiedergeburt des Priorat

Ende der 1980er-Jahre begann eine neue Phase in der Geschichte der Region.

Eine kleine Gruppe von Winzern erkannte das Potenzial der alten Reben, der steilen Weinberge und der Llicorella-Böden neu. Statt großer Mengen sollten konzentrierte, hochwertige Weine entstehen.

Die neuen Weine erregten international Aufmerksamkeit und veränderten die Wahrnehmung des Priorat grundlegend.

Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich eine wirtschaftlich schwierige und weitgehend vergessene Weinregion zu einer der international angesehensten Herkünfte Spaniens.

Vom kraftvollen Priorat zum Herkunftswein

Die internationale Renaissance des Priorat war zunächst stark von konzentrierten, reifen und im Holz ausgebauten Rotweinen geprägt.

Inzwischen ist die Stilistik wesentlich vielfältiger. Viele Erzeuger suchen weniger maximale Kraft als Präzision, Frische und einen möglichst deutlichen Ausdruck ihres Standorts.

Dafür werden Ausbau, Erntezeitpunkt und Extraktion zunehmend individuell an Weinberg, Rebsorte und Jahrgang angepasst.

Priorat ist damit ein gutes Beispiel dafür, wie sich eine moderne Spitzenweinregion nach ihrem internationalen Durchbruch erneut weiterentwickeln kann.

DOQ Priorat – was bedeutet DOQ?

Priorat trägt in Katalonien die Bezeichnung Denominació d'Origen Qualificada, abgekürzt DOQ.

Im spanischen Sprachgebrauch entspricht dies der Denominación de Origen Calificada, DOCa. Diese Stufe ist besonders streng regulierten und etablierten Weinherkünften vorbehalten.

Priorat gehört damit gemeinsam mit Rioja zur höchsten Kategorie des spanischen Herkunftssystems.

Herkunft wird im Priorat immer genauer

Eine der spannendsten Entwicklungen der Region ist die zunehmende Differenzierung nach Herkunft.

Statt ausschließlich „Priorat“ auf das Etikett zu schreiben, können Weine unter bestimmten Voraussetzungen genauer nach Dorf, Lage oder sogar einem einzelnen klassifizierten Weinberg eingeordnet werden.

Damit folgt Priorat einer Idee, die aus klassischen europäischen Weinregionen bekannt ist: Je genauer die Herkunft abgegrenzt wird, desto stärker soll der individuelle Standort des Weines sichtbar werden.

Vi de Vila – Wein aus einem bestimmten Ort

Vi de Vila bezeichnet Weine, deren Herkunft einem bestimmten Dorf beziehungsweise einer definierten Weinbauzone innerhalb der DOQ zugeordnet werden kann.

Insgesamt unterscheidet Priorat zwölf solcher Weinbauzonen. Dazu gehören unter anderem Gratallops, Porrera, Poboleda, Torroja del Priorat, Bellmunt del Priorat und Scala Dei.

Die Kategorie macht sichtbar, dass Priorat trotz seiner geringen Gesamtfläche aus unterschiedlichen lokalen Weinlandschaften besteht.

Vi de Paratge – die Lage rückt in den Mittelpunkt

Noch genauer wird die Herkunft mit Vi de Paratge.

Ein Paratge bezeichnet einen abgegrenzten geografischen Ort mit eigenen topografischen, geologischen und mikroklimatischen Merkmalen.

Damit rückt nicht mehr nur das Dorf, sondern eine bestimmte Lage innerhalb dieser Landschaft in den Mittelpunkt.

Vinya Classificada – klassifizierte einzelne Weinberge

Vinya Classificada geht einen weiteren Schritt und stellt einen einzelnen klassifizierten Weinberg heraus.

Dafür gelten besonders strenge Anforderungen an Herkunft, Ertrag, Rebalter und Rückverfolgbarkeit.

Bei roten Weinen dieser Kategorie müssen Garnatxa und/oder Carinyena außerdem eine zentrale Rolle spielen.

Gran Vinya Classificada – die Spitze der Herkunftspyramide

Gran Vinya Classificada bildet die Spitze der Herkunftsklassifikation.

Die Kategorie ist außergewöhnlichen einzelnen Weinbergen vorbehalten, deren Qualität und historische Bedeutung über einen langen Zeitraum nachgewiesen werden müssen.

Die Herkunftspyramide zeigt sehr deutlich, welchen Weg Priorat heute verfolgt: Nicht allein Konzentration, Ausbau oder internationale Bewertungen sollen die Qualität definieren, sondern zunehmend der konkrete Ursprung des Weines.

Poboleda – einer der historischen Weinorte

Poboleda gehört zu den zwölf definierten Weinbauzonen der DOQ Priorat und liegt im nördlichen Teil des Anbaugebiets.

Der Ort ist von der für Priorat typischen bergigen Weinlandschaft umgeben und eng mit der langen Weinbautradition der Region verbunden.

Hier befindet sich auch Celler Hidalgo Albert, von dem unsere Priorat-Weine stammen.

Bio-Wein aus Priorat

Die trockenen mediterranen Bedingungen können für biologischen Weinbau grundsätzlich günstig sein, weil Pilzkrankheiten unter trockenen Bedingungen weniger Druck entwickeln.

Gleichzeitig ist die Bewirtschaftung im Priorat alles andere als einfach. Steile Hänge, geringe Erträge, Trockenheit und zunehmende Wetterextreme stellen hohe Anforderungen an die Arbeit im Weinberg.

Biologischer Weinbau ist deshalb nicht mit einem bestimmten Geschmacksstil gleichzusetzen. Auch kraftvolle, im Holz ausgebaute Priorat-Weine können biologisch erzeugt werden.

Celler Hidalgo Albert – unsere Weine aus Poboleda

Unser aktuelles Priorat-Sortiment stammt von Celler Hidalgo Albert in Poboleda und besteht aus biologisch erzeugten Weinen.

Dabei zeigt bereits die kleine Auswahl, dass Priorat nicht auf einen einzigen Weinstil reduziert werden kann.

Neben roten Cuvées führen wir mit 1270 A Vuit auch einen Weißwein aus Garnacha Blanca. Damit steht neben der berühmten roten auch die wesentlich kleinere weiße Seite des Priorat im Regal.

1270 A Vuit – weißes Priorat aus Garnacha Blanca

1270 A Vuit wird aus Garnacha Blanca erzeugt und zeigt damit eine weniger bekannte Facette der Region.

Der Wein wird im Holz ausgebaut. Die Verbindung aus einer mediterranen weißen Rebsorte, kargen Standorten und Fassreife kann einen strukturierten, substanzreichen Weißweinstil hervorbringen.

Gerade solche Weine zeigen, dass Priorat auch jenseits seiner berühmten Rotweine eine eigenständige Weinidentität besitzt.

FINA und Lo Petit Pau – moderne rote Cuvées

Unsere beiden roten Priorat-Weine von Hidalgo zeigen die moderne Cuvée-Tradition der Region.

Garnacha wird dabei mit Rebsorten wie Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot kombiniert. Bei FINA kommt zusätzlich Cabernet Franc zum Einsatz.

Damit verbinden die Weine die traditionelle Garnacha mit Rebsorten, die während der modernen Renaissance des Priorat seit dem späten 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der Region übernommen haben.

Wie schmeckt Wein aus Priorat?

Priorat wird häufig mit kraftvollen, konzentrierten Rotweinen verbunden. Typische Aromen können reife Kirschen, Brombeeren und Pflaumen ebenso umfassen wie Kräuter, Gewürze und balsamische Noten.

Bei Weinen mit Fassausbau können Kakao, Röstaromen, Zedernholz oder andere würzige Noten hinzukommen.

Hochwertiger Priorat lebt jedoch nicht allein von Kraft. Säure, Tannin und mineralisch-würzige Eindrücke können den Weinen trotz hoher Konzentration Spannung und Frische verleihen.

Weißer Priorat kann dagegen reife gelbe Frucht, Kräuter und eine kräftige Struktur zeigen. Besonders Garnatxa Blanca eignet sich auch für substanzreiche, im Holz ausgebaute Weißweine.

Kann Priorat lange reifen?

Viele hochwertige Priorat-Weine besitzen ein erhebliches Reifepotenzial.

Konzentration, Tannin, Säure und ein geeigneter Ausbau können ein stabiles Gerüst für längere Flaschenreife bilden.

Mit zunehmendem Alter kann die frische Frucht stärker in den Hintergrund treten. Dafür entwickeln sich komplexere Aromen von getrockneten Früchten, Kräutern, Gewürzen, Tabak, Leder und Unterholz.

Wie lange ein einzelner Wein tatsächlich reifen kann, hängt jedoch immer von Jahrgang, Rebsorten, Weinberg und Erzeuger ab.

Welcher Priorat passt zum Essen?

Kräftige rote Priorat-Weine sind klassische Begleiter zu intensiv gewürzten und geschmorten Gerichten.

Garnatxa- und Carinyena-geprägte Rotweine passen hervorragend zu Lamm, Rind, Wild, gegrilltem Fleisch und kräftigen mediterranen Schmorgerichten.

Gereifte Rotweine können außerdem sehr gut mit Pilzgerichten und gereiftem Hartkäse harmonieren.

Weißer Priorat aus Garnatxa Blanca eignet sich je nach Ausbau zu kräftigem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, cremigen Gerichten und mediterranem Gemüse.

Priorat-Wein bei WEIN KUSCH

Unser Priorat-Sortiment ist klein, zeigt aber bewusst unterschiedliche Seiten dieser außergewöhnlichen Region.

Alle aktuell von uns geführten Priorat-Weine stammen von Celler Hidalgo Albert in Poboleda und werden biologisch erzeugt.

Mit 1270 A Vuit führen wir einen weißen Priorat aus Garnacha Blanca. FINA und Lo Petit Pau zeigen die rote Seite der Region mit Garnacha und weiteren im Priorat zugelassenen Rebsorten.

Damit umfasst unsere Auswahl trotz nur weniger Weine sowohl Weiß- als auch Rotwein und zeigt zugleich, wie traditionelle mediterrane Rebsorten und die moderne Geschichte des Priorat miteinander verbunden sind.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Wein aus Priorat

Was ist Priorat?
Priorat ist eine kleine, renommierte Weinregion in Katalonien im Nordosten Spaniens. Sie ist besonders für steile Weinberge, Llicorella-Schiefer und charaktervolle Rotweine aus Garnatxa und Carinyena bekannt.
Wo liegt Priorat?
Priorat liegt im Hinterland der katalanischen Provinz Tarragona. Das Weinbaugebiet befindet sich in einer bergigen Landschaft westlich der Mittelmeerküste.
Welche Rebsorten sind typisch für Priorat?
Die beiden wichtigsten traditionellen roten Rebsorten sind Garnatxa und Carinyena. Daneben sind unter anderem Syrah, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und weitere Sorten zugelassen. Bei den Weißweinen spielt Garnatxa Blanca eine wichtige Rolle.
Ist Garnatxa dasselbe wie Garnacha?
Ja. Garnatxa ist die katalanische Bezeichnung für die Rebsorte, die auf Spanisch Garnacha und international häufig Grenache genannt wird.
Ist Carinyena dasselbe wie Cariñena?
Ja. Carinyena ist die katalanische Bezeichnung der Rebsorte, die auf Spanisch Cariñena und in Frankreich Carignan genannt wird.
Was ist Llicorella?
Llicorella bezeichnet die charakteristischen dunklen Schieferböden des Priorat. Die Reben wachsen vielerorts auf kargen, steinigen Standorten und müssen ihre Wurzeln durch Risse im Gestein in tiefere Schichten entwickeln.
Warum ist Priorat-Wein häufig so teuer?
Der Weinbau im Priorat ist aufwendig. Steile Hänge erschweren die Mechanisierung, die Erträge sind sehr niedrig und viele Arbeiten erfolgen von Hand. Alte Reben liefern teilweise nur kleine Mengen Trauben. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Priorat automatisch teuer oder qualitativ gleichwertig ist.
Gibt es Weißwein aus Priorat?
Ja. Obwohl Priorat hauptsächlich für Rotwein bekannt ist, werden auch Weißweine erzeugt. Eine wichtige traditionelle weiße Rebsorte ist Garnatxa Blanca. Daneben sind beispielsweise Macabeu und weitere weiße Sorten zugelassen.
Was bedeutet DOQ Priorat?
DOQ steht für Denominació d'Origen Qualificada, die katalanische Bezeichnung der höchsten spanischen Herkunftskategorie. Im Spanischen wird dafür DOCa, Denominación de Origen Calificada, verwendet.
Ist Priorat eine DOCa?
Ja. Die katalanische Bezeichnung lautet DOQ Priorat, im spanischen System entspricht dies der Bezeichnung DOCa. Priorat gehört damit zur höchsten Stufe des spanischen Herkunftssystems.
Was bedeutet Vi de Vila im Priorat?
Vi de Vila bezeichnet einen Wein mit genauerer Herkunft aus einer der zwölf definierten Weinbauzonen beziehungsweise Dörfer innerhalb der DOQ Priorat. Die Kategorie soll den individuellen Charakter der verschiedenen Orte stärker sichtbar machen.
Was bedeutet Vi de Paratge?
Vi de Paratge grenzt die Herkunft noch genauer ein als Vi de Vila. Ein Paratge ist ein bestimmter geografischer Ort beziehungsweise eine Lage mit eigenen topografischen, geologischen und mikroklimatischen Merkmalen.
Was bedeutet Vinya Classificada?
Vinya Classificada bezeichnet einen Wein aus einem einzelnen klassifizierten Weinberg. Dafür gelten besonders strenge Vorgaben zu Herkunft, Ertrag, Rückverfolgbarkeit und Weinberg.
Was ist Gran Vinya Classificada?
Gran Vinya Classificada bildet die Spitze der Herkunftsklassifikation des Priorat. Die Kategorie ist außergewöhnlichen einzelnen Weinbergen mit besonderer historischer und qualitativer Bedeutung vorbehalten.
Warum gibt es im Priorat so viele alte Reben?
Trotz des starken Rückgangs des Weinbaus nach der Reblauskatastrophe blieben einzelne alte Weinberge erhalten. Besonders alte Garnatxa- und Carinyena-Reben gelten heute als wichtiger Teil des weinbaulichen Erbes der Region.
Kann Priorat-Wein lange lagern?
Viele hochwertige Priorat-Rotweine besitzen aufgrund ihrer Konzentration, Säure und Tanninstruktur ein gutes Reifepotenzial. Wie lange ein konkreter Wein lagern kann, hängt jedoch von Rebsorten, Jahrgang, Weinberg und Ausbau ab.
Gibt es Bio-Wein aus Priorat?
Ja. Im Priorat werden auch biologisch bewirtschaftete Weine erzeugt. Unser aktuelles Sortiment aus der Region besteht aus biologisch erzeugten Weinen von Celler Hidalgo Albert in Poboleda.
Welcher Priorat passt zu Fleisch?
Strukturierte rote Priorat-Weine passen sehr gut zu Lamm, Rind, Wild und kräftigen Schmorgerichten. Gereifte Exemplare können außerdem hervorragend mit Pilzen und gereiftem Käse harmonieren.
Welche Priorat-Weine führt WEIN KUSCH?
Unser aktuelles Sortiment umfasst drei biologisch erzeugte Weine von Celler Hidalgo Albert aus Poboleda: einen weißen 1270 A Vuit aus Garnacha Blanca sowie die roten Weine FINA und Lo Petit Pau.