Regent
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Regent – ein Pionier unter den pilzwiderstandsfähigen Rebsorten
Regent nimmt in der jüngeren deutschen Weinbaugeschichte eine besondere Stellung ein. Die rote Rebsorte wurde 1967 am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof gekreuzt und war die erste pilzwiderstandsfähige Rebsorte, die sich in Deutschland in größerem Umfang im praktischen Weinbau etablieren konnte.
Das Züchtungsziel war dabei keineswegs nur eine widerstandsfähige Rebe. Pilzwiderstand sollte mit Eigenschaften verbunden werden, die eine eigenständige Erzeugung hochwertiger Rotweine ermöglichen.
Regent steht damit beispielhaft für eine Entwicklung, die im Weinbau heute aktueller ist denn je: Rebsorten sollen Weinqualität mit einer geringeren Abhängigkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen verbinden.
Was ist eine PIWI-Rebsorte?
PIWI ist die gebräuchliche Abkürzung für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Diese Sorten besitzen genetisch bedingte Widerstandsfähigkeiten gegenüber bestimmten Pilzkrankheiten der Weinrebe.
Besonders wichtig sind dabei der Echte und der Falsche Mehltau. Beide Krankheiten können im europäischen Weinbau erhebliche Schäden verursachen und machen bei anfälligen Rebsorten regelmäßig Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig.
PIWI-Rebsorten können diesen Aufwand deutlich reduzieren. „Pilzwiderstandsfähig“ bedeutet allerdings nicht „gegen Pilzkrankheiten immun“.
Warum wurden pilzwiderstandsfähige Rebsorten gezüchtet?
Echter und Falscher Mehltau gehören ursprünglich nicht zur europäischen Weinbaugeschichte. Die Erreger gelangten im 19. Jahrhundert aus Nordamerika nach Europa und trafen dort auf europäische Rebsorten, die ihnen nur wenig natürliche Widerstandskraft entgegensetzen konnten.
Andere Reben besitzen dagegen genetische Resistenzmechanismen. In der Rebenzüchtung versucht man, solche Eigenschaften mit den weinbaulich und önologisch gewünschten Merkmalen etablierter Kulturreben zu kombinieren.
Dahinter steckt ein langfristiges Züchtungsprogramm: Von einer Kreuzung bis zu einer neuen, für den praktischen Weinbau geeigneten Rebsorte können Jahrzehnte vergehen.
Woher stammt Regent?
Die Rebsorte Regent entstand 1967 am heutigen Julius Kühn-Institut, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen in der Pfalz.
Die Kreuzung wurde über viele Jahre selektiert und in verschiedenen Zuchtstufen geprüft. 1994 erhielt die Sorte Sortenschutz; Mitte der 1990er Jahre folgten Sortenlisteneintragung und Zulassung für die Qualitätsweinproduktion.
Regent ist damit keine historische Zufallskreuzung, sondern das Ergebnis einer langfristigen gezielten Rebenzüchtung.
Welche Eltern hat Regent?
Regent entstand aus einer Kreuzung der Rebsorten Diana und Chambourcin.
Diana wiederum wurde am Geilweilerhof aus Silvaner und Müller-Thurgau gekreuzt. Chambourcin geht auf französische Rebenzüchtung zurück und brachte unter anderem Widerstandseigenschaften in die Abstammung von Regent ein.
Der Stammbaum zeigt sehr schön, wie komplex moderne Rebenzüchtung sein kann: Ziel ist nicht die Kopie einer bestehenden Sorte, sondern die Kombination unterschiedlicher Eigenschaften in einer neuen Rebsorte.
Ist Regent eine gentechnisch veränderte Rebsorte?
Nein. Regent entstand durch klassische Kreuzungszüchtung. Dabei werden zwei Elternsorten miteinander gekreuzt und aus den Nachkommen anschließend über viele Jahre jene Pflanzen ausgewählt, die die gewünschten Eigenschaften am besten miteinander verbinden.
Moderne molekulargenetische Methoden können heute dabei helfen, bestimmte Eigenschaften und Resistenzgene schneller zu erkennen. Die Entstehung von Regent selbst begann jedoch bereits 1967 durch eine klassische Kreuzung.
Gegen welche Pilzkrankheiten ist Regent widerstandsfähig?
Das Julius Kühn-Institut bewertet die Widerstandsfähigkeit der Sorte gegenüber Echtem Mehltau als mittel bis hoch und gegenüber Falschem Mehltau als mittel.
Für diese Widerstandsfähigkeiten sind bei Regent bekannte genetische Resistenzbereiche dokumentiert. Gegenüber Echtem Mehltau werden Ren3 und Ren9 genannt, gegenüber Falschem Mehltau Rpv3.1.
Solche Angaben beschreiben eine genetisch verankerte Abwehrfähigkeit. Sie bedeuten nicht, dass eine Regent-Anlage unabhängig von Witterung und Krankheitsdruck vollständig geschützt wäre.
Braucht Regent keinen Pflanzenschutz?
Doch. Auch bei Regent können Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig sein.
Die erhöhte Widerstandsfähigkeit kann Anzahl und Intensität der Behandlungen gegenüber anfälligeren Rebsorten deutlich reduzieren. Wie groß diese Einsparung tatsächlich ausfällt, hängt jedoch von Standort, Witterung, Krankheitsdruck und Bewirtschaftungsweise ab.
PIWI-Weinbau bedeutet deshalb nicht den vollständigen Verzicht auf Pflanzenschutz, sondern die Möglichkeit, ihn erheblich zu reduzieren.
Warum ist weniger Pflanzenschutz im Weinberg interessant?
Weniger Behandlungen bedeuten zunächst, dass weniger Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden müssen. Gleichzeitig können auch Arbeitsgänge mit dem Traktor reduziert werden.
Das kann Arbeitszeit und Energie sparen und die Zahl der Überfahrten im Weinberg verringern. Gerade in schwer zugänglichen oder steilen Weinbergen kann jede vermiedene Behandlung zusätzlich praktisch relevant sein.
Pilzwiderstandsfähige Sorten sind deshalb nicht nur ein züchterisches, sondern auch ein ökologisches und betriebswirtschaftliches Thema.
Ist Regent automatisch nachhaltiger?
Eine Rebsorte allein macht noch keinen nachhaltigen Weinbau.
Die Möglichkeit, Pflanzenschutzmaßnahmen zu reduzieren, ist ein wichtiger Vorteil. Zur Nachhaltigkeit eines Weinbaubetriebs gehören jedoch zahlreiche weitere Faktoren – beispielsweise Bodenpflege, Biodiversität, Wasser- und Energieverbrauch, Erträge, Maschinenarbeit und betriebliche Strukturen.
Die Widerstandsfähigkeit von Regent kann also einen Beitrag leisten, sollte aber nicht mit einer pauschalen Nachhaltigkeitsgarantie verwechselt werden.
Ist Regent für den biologischen Weinbau interessant?
Ja. Gerade dort, wo der Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel begrenzt ist, können pilzwiderstandsfähige Rebsorten besonders interessant sein.
Auch im ökologischen Weinbau müssen empfindliche Rebsorten gegen Pilzkrankheiten geschützt werden. Eine genetisch widerstandsfähigere Sorte kann deshalb helfen, die Zahl notwendiger Behandlungen zu reduzieren.
Ob ein konkreter Regent-Wein biologisch erzeugt wurde, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Dafür ist die Zertifizierung des jeweiligen Weines beziehungsweise Betriebs entscheidend.
Wann reift Regent?
Regent gehört zu den vergleichsweise früh reifenden roten Rebsorten.
Das Deutsche Weininstitut nennt die frühe Reife als einen Grund dafür, dass die Sorte auch in deutschen Rotweinrandlagen angebaut werden kann.
Frühere Reife kann in kühleren Weinbaugebieten ein Vorteil sein, weil die Trauben ihre Reife innerhalb einer begrenzteren Vegetationsperiode erreichen können. Wie immer entscheidet jedoch der konkrete Standort.
Welche Ansprüche stellt Regent an den Standort?
Die Sorte besitzt Eigenschaften, die den Anbau auch in Regionen ermöglichen, in denen spät reifende rote Rebsorten schwieriger zur vollständigen Reife gelangen.
Dennoch ist Regent nicht für jeden Standort gleich gut geeignet. Das Deutsche Weininstitut weist beispielsweise darauf hin, dass kalte und windige Lagen problematisch sein können, weil die Sorte dort zum Verrieseln neigen kann.
Auch bei einer robusten Rebsorte bleiben Mikroklima, Boden, Exposition und Witterungsverlauf wesentliche Faktoren.
Was bedeutet Verrieseln?
Beim Verrieseln entwickeln sich nach der Blüte weniger Beeren vollständig als normalerweise erwartet.
Ursachen können unter anderem ungünstige Witterungsbedingungen während der Blüte sein. Das Ergebnis sind lockerere oder unvollständig entwickelte Trauben und unter Umständen geringere Erträge.
Beim Regent kann diese Neigung insbesondere an kalten und windigen Standorten eine Rolle spielen.
Wie sehen Regent-Trauben aus?
Regent bildet dunkle Trauben, aus denen sich farbintensive Rotweine erzeugen lassen.
Das Julius Kühn-Institut beschreibt zudem eine vergleichsweise lockere Traubenstruktur. Diese kann weinbaulich von Vorteil sein, weil dicht gepackte Trauben Feuchtigkeit länger halten und damit unter bestimmten Bedingungen anfälliger für Fäulnis sein können.
Die Traubenstruktur ist jedoch nur einer von mehreren Faktoren für die Gesundheit des Leseguts.
Ist Regent anfällig für Botrytis?
Das Julius Kühn-Institut stuft die Widerstandsfähigkeit gegenüber Botrytis als mittel ein und weist zugleich auf die lockere Traubenstruktur der Sorte hin.
Lockerbeerige Trauben können nach Niederschlägen schneller abtrocknen als sehr kompakte Trauben. Dadurch können Bedingungen für Fäulnis weniger günstig sein.
Vollständig vor Botrytis geschützt ist Regent deshalb selbstverständlich nicht.
Wo wird Regent in Deutschland angebaut?
Regent findet sich heute in zahlreichen deutschen Weinbaugebieten. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts waren 2023 insgesamt 1.565 Hektar mit der Sorte bestockt.
Wichtige Anbaugebiete sind Rheinhessen, die Pfalz, Baden und Franken.
Damit hat sich die einstige Versuchssorte längst einen festen Platz im deutschen Rebsortenspiegel erarbeitet.
Wie hat sich der Regent-Anbau entwickelt?
Nach der Zulassung in den 1990er Jahren nahm die Anbaufläche zunächst sehr schnell zu.
Das Deutsche Weininstitut dokumentiert für 1997 noch rund 70 Hektar, 2002 bereits etwa 950 Hektar und 2006 mit knapp 2.200 Hektar den bisherigen Höchststand. Danach ging die Fläche wieder zurück.
Mit 1.565 Hektar im Jahr 2023 bleibt Regent dennoch eine der sichtbarsten pilzwiderstandsfähigen Rebsorten Deutschlands.
Welche Farbe haben Regent-Weine?
Regent besitzt ein ausgeprägtes Potenzial für farbintensive Rotweine. Das Julius Kühn-Institut beschreibt die Weine als zumeist tiefrot bis tiefdunkel.
Die tatsächliche Farbintensität hängt dennoch vom Lesegut und von der Weinbereitung ab. Dauer und Intensität des Schalenkontakts während der Maischegärung spielen beispielsweise eine wichtige Rolle.
„Dunkel“ ist damit eine häufige Eigenschaft von Regent-Weinen, aber noch keine vollständige Beschreibung ihres Stils.
Wie schmeckt Regent?
Das Julius Kühn-Institut beschreibt bei Regent häufig dunkle Fruchteindrücke und körperreiche, tanninbetonte Weine.
Solche Angaben sind als dokumentierte Tendenzen der Rebsorte zu verstehen und nicht als festes Geschmacksprofil. Ein Regent muss nicht nach einer bestimmten Frucht schmecken, nur weil sie in einer Sortenbeschreibung genannt wird.
Reifegrad, Jahrgang, Standort, Ertrag, Maischestandzeit, Gärführung und Ausbau entscheiden mit darüber, welche sensorischen Eigenschaften später tatsächlich im Glas hervortreten.
Ist Regent immer ein kräftiger Rotwein?
Nein. Die Rebsorte besitzt zwar gute Voraussetzungen für farbintensive und strukturierte Rotweine, daraus folgt aber kein vorgeschriebener Weinstil.
Eine zurückhaltendere Extraktion kann ein anderes Ergebnis hervorbringen als eine lange Maischestandzeit. Ebenso beeinflussen Lesezeitpunkt, Alkohol, Säure, Gerbstoffstruktur und Ausbau die Wahrnehmung des fertigen Weines.
Regent kann deshalb nicht sinnvoll allein über „kräftig“ oder „samtig“ definiert werden.
Kann aus Regent Rosé entstehen?
Ja. Regent eignet sich nicht ausschließlich für Rotwein.
Das Julius Kühn-Institut nennt ausdrücklich auch die Bereitung von Rosé als mögliche Verwendung der Sorte. Wird der Kontakt zwischen Saft und Beerenschalen begrenzt, gelangt weniger Farbe in den Most als bei einer klassischen Rotweinbereitung.
Die intensive Pigmentierung der Sorte bedeutet also nicht, dass daraus zwangsläufig ausschließlich dunkler Rotwein entstehen muss.
Kann Regent für Sekt verwendet werden?
Ja. Auch die Herstellung von Schaumwein beziehungsweise Sekt aus Regent ist möglich und wird vom Julius Kühn-Institut ausdrücklich als Einsatzgebiet genannt.
Für einen Schaumweingrundwein gelten andere Anforderungen an Lesezeitpunkt, Säure und Reife als für einen konzentrierten Rotwein.
Gerade daran lässt sich erneut erkennen, dass eine Rebsorte nicht mit einem einzigen Weinstil gleichgesetzt werden sollte.
Wird Regent im Barrique ausgebaut?
Regent kann im Barrique ausgebaut werden. Besonders strukturierte Weine können von einer Reife im Holz profitieren.
Holz kann zusätzliche Gerbstoffe und je nach Fassart sowie Alter des Holzes unterschiedliche aromatische Eindrücke beitragen. Es verändert damit den Stil des Weines erheblich.
Ein Barrique-Ausbau ist jedoch weder vorgeschrieben noch automatisch ein Qualitätsmerkmal. Regent kann ebenso in größeren Holzfässern oder neutralen Behältern ausgebaut werden.
Ist Regent eine alte oder eine neue Rebsorte?
Im Vergleich zu historischen europäischen Rebsorten wie Riesling oder Pinot Noir ist Regent ausgesprochen jung.
Die Kreuzung erfolgte erst 1967, und erst in den 1990er Jahren begann der kommerzielle Anbau in größerem Umfang.
Gerade deshalb lässt sich an Regent ein Stück moderner Weinbaugeschichte nachvollziehen: von der wissenschaftlichen Kreuzung über jahrzehntelange Prüfung bis zur etablierten Rebsorte.
Warum ist Regent für die Rebenzüchtung wichtig?
Regent war nicht nur selbst ein wichtiger Schritt in der Resistenzzüchtung. Die Sorte wurde anschließend wiederum als Elternteil für weitere Kreuzungen eingesetzt.
Das Julius Kühn-Institut nennt beispielsweise die Sorten Calandro und Reberger als Nachkommen, bei denen Regent als Elternsorte beteiligt ist.
Die Sorte ist damit zugleich Ergebnis und Bestandteil der fortlaufenden Entwicklung pilzwiderstandsfähiger Reben.
Sind moderne PIWIs widerstandsfähiger als Regent?
Die Resistenzzüchtung hat sich seit der Kreuzung von Regent im Jahr 1967 erheblich weiterentwickelt.
Heute können Züchter mithilfe genetischer Marker unterschiedliche Resistenzquellen gezielter erkennen und miteinander kombinieren. Das Ziel sind Sorten mit mehreren möglichst stabilen Resistenzmechanismen.
Regent bleibt deshalb ein wichtiger Pionier, während neuere Generationen der PIWI-Züchtung auf den Erfahrungen und Erkenntnissen früherer Sorten aufbauen.
Was haben PIWI-Rebsorten mit dem Klimawandel zu tun?
Die ursprüngliche Motivation der PIWI-Züchtung war vor allem die Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten.
Heute beschäftigt sich die Rebenzüchtung zusätzlich intensiv mit den Folgen veränderter Klimabedingungen. Das Julius Kühn-Institut nennt neben Krankheitsresistenzen deshalb auch Eigenschaften wie geeignete Reifezeiten sowie Hitze-, Trockenheits- und Frosttoleranz als wichtige Züchtungsziele.
Regent selbst sollte deshalb nicht einfach als „Klimawandel-Rebsorte“ bezeichnet werden. Die Sorte gehört vielmehr zu einer Züchtungsgeschichte, die heute um weitere Anforderungen ergänzt wird.
Ist PIWI eine Rebsorte?
Nein. PIWI bezeichnet keine einzelne Rebsorte, sondern eine Gruppe pilzwiderstandsfähiger Sorten.
Regent gehört zu dieser Gruppe. Daneben existieren zahlreiche weitere rote und weiße PIWI-Rebsorten mit jeweils eigener Abstammung, eigenen Widerstandseigenschaften und unterschiedlichen weinbaulichen Merkmalen.
Entsprechend gibt es auch keinen einheitlichen „PIWI-Geschmack“.
Schmecken PIWI-Weine anders als klassische Rebsorten?
Aus der Eigenschaft „pilzwiderstandsfähig“ lässt sich kein bestimmter Geschmack ableiten.
Die Widerstandsfähigkeit beschreibt in erster Linie das Verhalten einer Rebe gegenüber bestimmten Krankheitserregern. Sensorische Eigenschaften hängen dagegen von der jeweiligen Sorte sowie von Herkunft, Reife und Weinbereitung ab.
Ein Regent-Wein sollte deshalb als Wein aus der Rebsorte Regent beurteilt werden – und nicht als Vertreter eines vermeintlich einheitlichen PIWI-Weinstils.
Rebsorte ist nicht gleich Weinstil
Auch bei Regent gilt: Die genetischen Eigenschaften der Rebsorte bilden lediglich einen Teil der Voraussetzungen für den späteren Wein.
Regent kann hohe Mostgewichte erreichen, früh reifen und farbintensive Rotweine ermöglichen. Ob daraus ein kraftvoller Barriquewein, ein zugänglicher Rotwein, ein Rosé oder sogar ein Schaumwein entsteht, wird jedoch erst durch Weinberg und Keller entschieden.
Herkunft, Jahrgang, Ertrag, Lesezeitpunkt und Weinbereitung erzählen deshalb mindestens genauso viel über den fertigen Wein wie der Name der Rebsorte.
Welches Essen passt zu Regent?
Kräftige und strukturierte Regent-Weine können gut zu geschmortem oder gebratenem Fleisch, Wild, kräftigen Saucen und gereiftem Käse passen.
Leichtere oder fruchtbetontere Interpretationen können dagegen deutlich vielseitiger eingesetzt werden. Rosé aus Regent verlangt wiederum nach einer ganz anderen Speisenbegleitung.
Entscheidend ist deshalb auch beim Essen nicht allein die Rebsorte, sondern der konkrete Stil des Weines.