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Wein aus Baden

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Baden – Burgunderland zwischen Tauber und Bodensee

Baden gehört zu den größten deutschen Weinbaugebieten und ist zugleich eines der langgestrecktesten. Von den nördlichen Weinbergen an der Tauber bis zum Bodensee im Süden erstreckt sich das Anbaugebiet über rund 400 Kilometer.

Diese enorme Nord-Süd-Ausdehnung macht Baden zu einer Region der Unterschiede. Klima, Höhenlage, Landschaft und Böden verändern sich ebenso wie die Rebsorten. Riesling in der Ortenau, Gutedel im Markgräflerland und Burgundersorten am Kaiserstuhl stehen deshalb gleichermaßen für badischen Wein.

Eine gemeinsame Klammer gibt es dennoch: Baden ist Deutschlands großes Burgunderland. Spätburgunder, Grauburgunder und Weißburgunder nehmen zusammen einen erheblichen Teil der Rebfläche ein und prägen das moderne Bild der Region.

Neun Bereiche – eine Weinregion mit vielen Gesichtern

Baden gliedert sich in neun Weinbaubereiche: Tauberfranken, Badische Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl, Tuniberg, Markgräflerland und Bodensee.

Zwischen diesen Gebieten liegen teilweise große Entfernungen. Entsprechend wenig sinnvoll wäre es, von einem einzigen Boden, Klima oder Weinstil für ganz Baden zu sprechen.

Im Norden spielen andere Rebsorten und klimatische Bedingungen eine Rolle als im Süden. Die Ortenau besitzt wiederum ein eigenes Profil, während Kaiserstuhl und Tuniberg stark von Burgundersorten geprägt sind. Das Markgräflerland besitzt mit Gutedel sogar eine Rebsorte, die besonders eng mit dieser Landschaft verbunden ist.

Warum Baden zu den wärmsten deutschen Weinregionen gehört

Besonders die südlichen Teile Badens profitieren von einem vergleichsweise warmen Klima. Die Lage am Oberrheingraben und der Schutz durch umliegende Mittelgebirge schaffen in vielen Bereichen günstige Bedingungen für wärmeliebende Rebsorten.

Wärme allein erklärt die Qualität der Weine jedoch nicht. Höhenlage, Exposition, Wind, Niederschlag und nächtliche Abkühlung unterscheiden sich teilweise erheblich. Gerade in höher gelegenen Weinbergen können deshalb trotz warmer Tage Frische und Säure erhalten bleiben.

Für die Burgunderfamilie sind diese Bedingungen besonders interessant. Spätburgunder kann zuverlässig ausreifen, während Weiß- und Grauburgunder je nach Standort sowohl frische als auch kraftvolle Weine hervorbringen können.

Baden ist Deutschlands Burgunderland

Keine andere deutsche Weinregion ist so stark mit der Burgunderfamilie verbunden. Rund drei Fünftel der badischen Rebfläche sind heute mit Burgundersorten bepflanzt.

Spätburgunder nimmt dabei die wichtigste Rolle ein. Baden besitzt mehr Spätburgunderfläche als jedes andere deutsche Anbaugebiet. Die Sorte wird in sehr unterschiedlichen Stilen erzeugt: vom frischen Rotwein für den unkomplizierten Genuss über Rosé und Weißherbst bis zum konzentrierten Lagenwein mit Ausbau im Holzfass.

Hinzu kommen Grauburgunder und Weißburgunder. Gerade Grauburgunder gehört zu den bekanntesten badischen Weißweinen und kann je nach Ertrag, Reife und Ausbau vom leichten Alltagswein bis zum kraftvollen Speisenbegleiter reichen.

Spätburgunder – die wichtigste einzelne Rebsorte

Spätburgunder findet innerhalb Badens sehr unterschiedliche Bedingungen. Wärme begünstigt die vollständige Reife der Trauben, gleichzeitig sind für hochwertige Weine Standorte gefragt, an denen Säure und Frische erhalten bleiben.

Die Unterschiede zwischen den Teilregionen können beträchtlich sein. Vulkanisch und lössgeprägte Standorte am Kaiserstuhl unterscheiden sich deutlich von Weinbergen in der Ortenau oder den kalkhaltigen Böden anderer Bereiche.

Auch die Arbeit im Keller beeinflusst den Stil stark. Edelstahl, großes Holzfass und Barrique ermöglichen unterschiedliche Interpretationen. Moderner badischer Spätburgunder muss deshalb keineswegs schwer sein: Viele Erzeuger setzen heute bewusst auf Präzision, moderate Extraktion und eine feinere Struktur.

Grauburgunder und Weißburgunder

Grauburgunder gehört zu den großen Erfolgsgeschichten des badischen Weinbaus. Die Sorte reift unter den warmen Bedingungen zuverlässig und kann sehr unterschiedliche Weinstile liefern.

Früh gelesene Trauben ergeben häufig frische, unkomplizierte Weine mit moderater Struktur. Bei geringeren Erträgen und späterer Lese können deutlich kräftigere Grauburgunder entstehen, die teilweise im Holz ausgebaut werden.

Weißburgunder wirkt häufig etwas feiner und zurückhaltender. Gerade auf kalkhaltigen Standorten kann er eine elegante, strukturierte Art entwickeln. Baden besitzt heute die größte Weißburgunderfläche aller deutschen Anbaugebiete.

Der Kaiserstuhl – Vulkan, Löss und Wärme

Der Kaiserstuhl gehört zu den bekanntesten Weinlandschaften Badens. Er erhebt sich aus der Oberrheinebene westlich von Freiburg und unterscheidet sich bereits landschaftlich deutlich von vielen anderen deutschen Weinregionen.

Vulkanische Gesteine bilden den geologischen Untergrund, große Teile der Landschaft sind zusätzlich von mächtigen Lössauflagen geprägt. Löss kann Wasser gut speichern und bietet Reben günstige Bedingungen für die Durchwurzelung.

Gleichzeitig zählt der Kaiserstuhl zu den besonders warmen Weinlandschaften Deutschlands. Burgundersorten fühlen sich hier entsprechend wohl. Spätburgunder, Grauburgunder und Weißburgunder gehören zu den prägenden Rebsorten.

Eichstetten – Weinbau am Kaiserstuhl

Eichstetten liegt am östlichen Rand des Kaiserstuhls und besitzt eine lange Weinbautradition. Löss und vulkanischer Untergrund prägen die Weinberge rund um den Ort.

Gleichzeitig ist Eichstetten eng mit ökologischem Landbau verbunden. Hier finden sich sowohl größere, modern aufgestellte Betriebe als auch seit Jahrzehnten biologisch arbeitende Weingüter.

Damit zeigt der Ort ziemlich gut, wie breit der heutige badische Weinbau aufgestellt ist: zugängliche moderne Weine, klassische Burgundersorten, Bio-Weinbau und neue Rebsorten können unmittelbar nebeneinander existieren.

Die Ortenau – Baden mit Riesling-Tradition

Die Ortenau bildet einen eigenen Schwerpunkt innerhalb Badens. Sie liegt am westlichen Rand des Schwarzwaldes und erstreckt sich entlang der Vorbergzone zwischen Rheinebene und höheren Lagen.

Neben Spätburgunder besitzt hier Riesling traditionell eine besondere Bedeutung. Damit unterscheidet sich die Ortenau deutlich vom stark burgundergeprägten Kaiserstuhl.

Auch geologisch bietet die Ortenau unterschiedliche Bedingungen. Verwitterungsgesteine des Schwarzwaldes treffen auf Löss, Lehm und weitere Formationen. Höhenunterschiede und die Nähe zum Schwarzwald sorgen zusätzlich für unterschiedliche Mikroklimata.

Markgräflerland – die Heimat des Gutedels

Südlich von Freiburg erstreckt sich das Markgräflerland bis in Richtung Schweizer Grenze. Die sanften Weinberge am Fuß des Schwarzwaldes bilden eine der eigenständigsten Weinlandschaften Badens.

Ihre charakteristische Rebsorte ist Gutedel. In Deutschland ist die Sorte besonders eng mit dem Markgräflerland verbunden. Gutedel wird meist eher zurückhaltend aromatisch ausgebaut und kann dadurch Herkunft und Struktur vergleichsweise unverstellt zeigen.

Gleichzeitig spielen Burgundersorten eine wichtige Rolle. Kalkhaltige Böden und Löss bieten unter anderem Weißburgunder und Spätburgunder geeignete Standorte.

Der Bodensee – Weinbau in besonderer Höhenlage

Ganz im Süden Badens erreicht das Weinbaugebiet den Bodensee. Die dortigen Weinberge liegen teilweise deutlich höher als die Rebflächen am Oberrhein.

Der große See wirkt temperaturausgleichend, während die Höhenlage für andere Reifebedingungen sorgt als in den besonders warmen Teilen Badens. Spätburgunder und Müller-Thurgau gehören zu den wichtigen Sorten.

Der Bodensee zeigt damit besonders anschaulich, warum Baden nicht über einen einzigen Klimatyp beschrieben werden kann. Zwischen einem Weinberg am Kaiserstuhl und einem Standort am Bodensee liegen nicht nur viele Kilometer, sondern teilweise vollkommen andere Wachstumsbedingungen.

Tuniberg und Breisgau

Neben dem Kaiserstuhl gehören Tuniberg und Breisgau zu den wichtigen Weinlandschaften im südlichen Baden. Auch hier spielen Burgundersorten eine zentrale Rolle.

Der Tuniberg erhebt sich unmittelbar aus der Oberrheinebene und ist stark von kalkhaltigen Böden und Löss geprägt. Der Breisgau erstreckt sich dagegen entlang der Schwarzwaldvorberge und weist entsprechend vielfältige Standorte auf.

Diese Nachbarschaft verschiedener Weinlandschaften ist typisch für Baden: Schon innerhalb des südlichen Teils verändern sich Böden, Höhenlagen und Mikroklimata deutlich.

Badische Bergstraße, Kraichgau und Tauberfranken

Auch der Norden Badens besitzt eine eigenständige Weintradition. Badische Bergstraße, Kraichgau und Tauberfranken liegen weit entfernt von Kaiserstuhl und Markgräflerland und unterscheiden sich entsprechend im Rebsortenspiegel.

Riesling, Rivaner und regional auch Schwarzriesling besitzen hier größere Bedeutung. Damit wird die enorme Spannweite des Anbaugebiets nochmals sichtbar.

Wer Baden nur über Grauburgunder und Spätburgunder definiert, beschreibt deshalb zwar einen wichtigen Teil der Region, aber längst nicht das gesamte Weinbaugebiet.

Gutedel – eine badische Besonderheit

Gutedel gehört zu den ältesten noch kultivierten Rebsorten und besitzt im Markgräflerland eine besondere regionale Bedeutung. International ist die Sorte auch unter dem Namen Chasselas bekannt.

Anders als stark aromatische Rebsorten lebt Gutedel häufig von seiner zurückhaltenden Art. Frische, Struktur und ein eher dezentes Aromenspektrum machen ihn zu einem charakteristischen Begleiter der regionalen Küche.

Gerade in einer Zeit, in der wieder stärker über Herkunft und regionale Rebsorten gesprochen wird, erhält Gutedel dadurch neue Aufmerksamkeit.

Von unkompliziert bis anspruchsvoll – modernes Baden

Baden besitzt einen großen Markt für unkomplizierte, moderne Weine. Frische Weißweine, Rosés, feinherbe Weine und zugängliche Burgunder gehören ebenso zur Region wie anspruchsvolle Lagenweine.

Diese Breite ist kein Widerspruch. Unterschiedliche Betriebsgrößen und Vertriebswege führen dazu, dass badische Erzeuger sehr verschiedene Zielgruppen ansprechen. Manche Betriebe bieten bewusst ein großes Sortiment mit vielen Rebsorten und Stilrichtungen, andere konzentrieren sich auf wenige Herkünfte oder Parzellen.

Gerade darin liegt eine Stärke Badens: Die Region muss sich nicht zwischen unkompliziertem Trinkvergnügen und herkunftsorientiertem Spitzenwein entscheiden. Beides kann nebeneinander bestehen.

Ökologischer Weinbau – in Baden keine neue Idee

Ökologischer Weinbau hat in Baden eine bemerkenswert lange Tradition. Einige Betriebe begannen bereits zu einer Zeit mit biologischer Bewirtschaftung, als Bio-Wein in Deutschland noch ein absolutes Nischenthema war.

Im Mittelpunkt stehen ein aktives Bodenleben, Begrünung, Artenvielfalt und der Verzicht auf chemisch-synthetische Herbizide und leicht lösliche mineralische Stickstoffdünger. Die konkrete Umsetzung unterscheidet sich von Betrieb zu Betrieb.

Gerade in warmen und teilweise trockenen Weinregionen wird dabei der Umgang mit Wasser immer wichtiger. Begrünung muss so gesteuert werden, dass Biodiversität und Bodenschutz gefördert werden, ohne den Reben unnötig Wasser zu entziehen.

Bio-Pioniere am Kaiserstuhl

Dass biologischer Weinbau in Baden keine junge Mode ist, zeigt das Weingut Höfflin besonders eindrucksvoll. Ruth und Adolf Höfflin begannen bereits 1974 mit der Bewirtschaftung nach Bioland-Richtlinien.

Inzwischen wird dieser Weg in dritter Generation fortgeführt. Neben der Arbeit im Weinberg spielen auch Spontangärung, längeres Hefelager, unfiltrierte Füllungen und ein zurückhaltender Umgang mit Schwefel eine Rolle.

Auch das Weingut Schmidt in Eichstetten gehört zu den frühen ökologisch arbeitenden Betrieben am Kaiserstuhl. Die Weinberge werden seit 1987 ökologisch bewirtschaftet; seit 1993 ist der Betrieb ECOVIN-zertifiziert.

PIWIs und die Frage nach dem Weinbau von morgen

Baden spielt auch bei pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, kurz PIWIs, eine interessante Rolle. Diese Sorten besitzen eine höhere natürliche Widerstandsfähigkeit gegen bestimmte Pilzkrankheiten und können dadurch die Zahl notwendiger Pflanzenschutzmaßnahmen deutlich reduzieren.

Gerade im ökologischen Weinbau ist das interessant. Weniger Behandlungen bedeuten weniger Überfahrten im Weinberg und können damit Arbeitsaufwand und Energieverbrauch reduzieren.

Zu den neueren Sorten gehört beispielsweise Souvignier Gris, die am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg gezüchtet wurde und heute in Baden stärker vertreten ist als in jedem anderen deutschen Anbaugebiet.

Tradition und Experiment schließen sich nicht aus

Die badische Weinlandschaft zeigt heute eine bemerkenswerte Spannweite. Klassische Rebsorten stehen neben Neuzüchtungen, Edelstahl neben Holzfass und Barrique, konventionelle Bewirtschaftung neben zertifiziert biologischem Weinbau.

Gleichzeitig beschäftigen sich immer mehr Betriebe mit Fragen nach Herkunft, Bodenleben, Wasserhaushalt und langfristig geeigneten Rebsorten. Der Klimawandel verstärkt diese Entwicklung.

Das moderne Baden besteht deshalb nicht aus einem einzigen Trend. Vielmehr entwickeln sich unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Wein in einer warmen deutschen Region künftig aussehen kann.

Badenwein bei WEIN KUSCH

Unser Baden-Sortiment bildet diese Vielfalt bewusst breit ab. Mit dem Weingut Kiefer aus Eichstetten führen wir eine große Auswahl moderner badischer Weine vom Kaiserstuhl. Ergänzt wird sie durch Weine des ökologischen Weinguts Schmidt, das seit Jahrzehnten für biologischen Weinbau am Kaiserstuhl steht.

Mit Weinen aus Ortenberg kommt zusätzlich die Ortenau in unser Sortiment und damit eine weitere, deutlich eigenständige Weinlandschaft Badens. Das Weingut Höfflin zeigt wiederum die lange Tradition des biologischen Weinbaus in der Region und erweitert die Auswahl um individuellere Interpretationen.

Drei ausgewählte Raritäten des Weinguts Julius Zotz aus Heitersheim ergänzen schließlich die Perspektive aus dem Markgräflerland. So reicht unser Baden-Sortiment vom unkomplizierten modernen Alltagswein über Bio-Weine bis zu gezielt ausgewählten gereiften und besonderen Flaschen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Wein aus Baden

Wie groß ist das Weinbaugebiet Baden?
Baden besitzt rund 15.100 Hektar Rebfläche und ist damit Deutschlands drittgrößtes Weinbaugebiet. Besonders ungewöhnlich ist seine Ausdehnung: Die Weinregion zieht sich über rund 400 Kilometer von der Tauber bis zum Bodensee.
Welche Rebsorte ist typisch für Baden?
Besonders typisch sind die Burgundersorten. Spätburgunder ist die wichtigste einzelne Rebsorte, daneben spielen Grauburgunder und Weißburgunder eine große Rolle. Regional kommen Spezialitäten wie Gutedel im Markgräflerland und Riesling in der Ortenau hinzu.
Warum wird Baden als Burgunderland bezeichnet?
Rund drei Fünftel der badischen Rebfläche sind mit Rebsorten aus der Burgunderfamilie bestockt. Dazu gehören insbesondere Spätburgunder, Grauburgunder und Weißburgunder. Bei Spätburgunder und Weißburgunder besitzt Baden die größte Rebfläche aller deutschen Anbaugebiete.
Welche Weinregionen gehören zu Baden?
Baden gliedert sich in neun Bereiche: Tauberfranken, Badische Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl, Tuniberg, Markgräflerland und Bodensee.
Gehört die Ortenau zum Weinbaugebiet Baden?
Ja. Die Ortenau ist einer der neun Bereiche des Weinbaugebiets Baden. Sie liegt am westlichen Rand des Schwarzwaldes und ist besonders für Spätburgunder und Riesling bekannt.
Welche Weine sind typisch für den Kaiserstuhl?
Der Kaiserstuhl ist besonders für Burgundersorten bekannt. Spätburgunder, Grauburgunder und Weißburgunder profitieren von den warmen Bedingungen sowie von vulkanisch und lössgeprägten Standorten.
Was ist Gutedel?
Gutedel ist eine alte weiße Rebsorte, die international auch Chasselas genannt wird. In Deutschland ist sie besonders eng mit dem badischen Markgräflerland verbunden. Die Weine sind häufig eher zurückhaltend aromatisch, frisch und fein strukturiert.
Ist Baden das wärmste deutsche Weinbaugebiet?
Baden zählt zu den wärmsten deutschen Weinregionen, insbesondere in Teilen des Oberrheingrabens und am Kaiserstuhl. Wegen der großen Nord-Süd-Ausdehnung unterscheiden sich die klimatischen Bedingungen innerhalb Badens jedoch erheblich.
Welche Böden gibt es in Baden?
Aufgrund seiner Größe besitzt Baden sehr unterschiedliche Böden und Ausgangsgesteine. Dazu gehören unter anderem vulkanische Gesteine und Löss am Kaiserstuhl, Kalk, Verwitterungsgesteine des Schwarzwaldes, Lehm und weitere Sedimente. Deshalb lässt sich Baden nicht auf einen einzigen Bodentyp reduzieren.
Gibt es Bio-Wein aus Baden?
Ja. Baden besitzt sogar eine lange Geschichte des ökologischen Weinbaus. Einige Weingüter arbeiten bereits seit mehreren Jahrzehnten biologisch. Das Weingut Höfflin am Kaiserstuhl bewirtschaftet beispielsweise seit 1974 nach Bioland-Richtlinien.
Was sind PIWI-Rebsorten?
PIWIs sind pilzwiderstandsfähige Rebsorten, die gegenüber bestimmten Pilzkrankheiten eine erhöhte natürliche Widerstandsfähigkeit besitzen. Dadurch können im Weinberg weniger Pflanzenschutzmaßnahmen notwendig sein. In Baden spielt unter anderem die in Freiburg gezüchtete Sorte Souvignier Gris eine zunehmende Rolle.
Welche badischen Weingüter führt WEIN KUSCH?
Unser Baden-Sortiment umfasst eine breite Auswahl des Weinguts Kiefer sowie Weine des ökologischen Weinguts Schmidt und Weine aus Ortenberg. Hinzu kommen Weine des Bio-Pioniers Weingut Höfflin und drei ausgewählte Raritäten des Weinguts Julius Zotz aus dem Markgräflerland.