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Wein aus Apulien

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Amastuola Primitivo Puglia IGP BIO

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Cantina Sampietrana 1952 Riserva DOP Brindisi

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Cantina Sampietrana Sessantenario Malvasia Nera IGP Salento

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Cantina Sampietrana Settebraccia Rosso IGP Salento

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Cantina Sampietrana Trefilari Primitivo IGP Salento

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Cantina Sampietrana Trefilari Primitivo Rosato IGP Salento

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Cantina Sampietrana Ventaro Primitivo di Manduria DOP

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Apulien – Wein zwischen Adria, Ionischem Meer und heißen Kalkböden

Apulien bildet den langen Absatz des italienischen Stiefels und gehört zu den größten Weinregionen des Landes. Rund 91.000 Hektar waren 2025 mit Reben bepflanzt. Gleichzeitig gehört die Region zu den wichtigsten italienischen Gebieten für biologischen Weinbau.

International wird Apulien vor allem mit Primitivo verbunden. Doch die Region ist wesentlich vielfältiger. Negroamaro, Malvasia Nera, Aglianico, Bombino, Fiano und weitere regionale Rebsorten prägen unterschiedliche Teile des Landes.

Auch Primitivo selbst ist keineswegs einheitlich: Die höher gelegenen Weinberge von Gioia del Colle bringen andere Weine hervor als die wärmeren Gebiete rund um Manduria und das Salento.

Eine lange Weinregion von Norden nach Süden

Apulien erstreckt sich über mehrere hundert Kilometer entlang der Adriaküste bis tief in den Süden Italiens. Entsprechend unterschiedlich sind Klima, Böden und Rebsorten.

Im Norden liegen Gebiete wie Castel del Monte. Im Zentrum prägt die Hochebene der Murge den Weinbau, während weiter südlich Manduria, Brindisi und das Salento zunehmend mediterran und heiß werden.

Das bedeutet: Wer von „apulischem Wein“ spricht, fasst sehr unterschiedliche Weinlandschaften zusammen.

91.000 Hektar – eine der größten Weinregionen Italiens

Mit mehr als 91.000 Hektar Rebfläche liegt Apulien 2025 hinter Veneto und Sizilien auf Platz drei der italienischen Regionen.

Besonders groß ist die Bedeutung von IGP-Weinen. Allein die IGP Puglia gehört zu den volumenstärksten geografischen Herkunftsbezeichnungen Italiens.

Die Größe der Region erklärt auch, warum Apulien lange stark von Menge geprägt war. Heute existiert daneben eine immer größere Zahl qualitätsorientierter Betriebe, die Herkunft und Rebsorte stärker herausarbeiten.

Von Fasswein und Masse zur Herkunft

Über lange Zeit wurde ein großer Teil des apulischen Weins nicht unter eigenem Namen vermarktet. Alkoholreiche, farbintensive Weine aus dem Süden dienten häufig dazu, schwächere Weine aus anderen Regionen zu ergänzen.

Dieses Modell prägte das Image Apuliens über Jahrzehnte. Viele hochwertige lokale Rebsorten standen dadurch kaum im Mittelpunkt.

Mit moderner Kellertechnik, niedrigeren Erträgen und einer stärkeren Konzentration auf regionale Herkünfte hat sich dieses Bild deutlich verändert.

Viel Sonne – aber nicht überall gleich heiß

Apulien besitzt ein überwiegend mediterranes Klima. Die Sommer sind lang, trocken und sonnenreich, die Winter vergleichsweise mild.

Gleichzeitig unterscheiden sich die Teilregionen. Höhenlagen in der Murgia bieten deutlich kühlere Bedingungen als die Ebenen des Salento.

Die Nähe zur Adria und zum Ionischen Meer sorgt außerdem für Luftbewegung und kann extreme Hitze in einzelnen Gebieten abmildern.

Terra Rossa, Kalk und die Murge

Viele Weinberge Apuliens sind von Kalkstein geprägt. Besonders auffällig sind die roten Böden, die häufig als Terra Rossa bezeichnet werden.

Ihre Farbe entsteht durch Eisenoxide. Unter der roten Deckschicht liegt häufig kalkreiches Gestein, das Wasser speichern und gleichzeitig für einen guten Abzug sorgen kann.

In der höher gelegenen Murgia spielen kalkreiche Böden und steinige Standorte eine besonders wichtige Rolle.

Primitivo – Apuliens berühmteste Rebsorte

Primitivo ist heute die international bekannteste rote Rebsorte Apuliens.

Der Name leitet sich von ihrer frühen Reife ab. Die Trauben erreichen vergleichsweise schnell hohe Zuckerwerte und können daraus körperreiche, alkoholstarke Rotweine hervorbringen.

Typisch sind dunkle Beeren, Pflaume, Kirsche, Gewürze und mediterrane Kräuter. Je nach Standort und Ausbau kann der Stil jedoch erheblich variieren.

Primitivo und Zinfandel – dieselbe Rebsorte?

Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass Primitivo und der kalifornische Zinfandel genetisch identisch sind.

Beide gehen auf eine alte kroatische Rebsorte zurück, die unter dem Namen Crljenak Kaštelanski beziehungsweise Tribidrag bekannt ist.

Trotzdem schmecken Primitivo und Zinfandel nicht automatisch gleich. Standort, Klima, Ertrag, Lesezeitpunkt und Ausbau bestimmen den Stil stärker als der Name allein.

Primitivo ist nicht automatisch süß

Auf dem deutschen Markt wird Primitivo häufig mit sehr weichen, fruchtbetonten und teilweise restsüßen Rotweinen verbunden.

Das ist jedoch nur eine Stilrichtung. Primitivo kann vollkommen trocken, frisch und strukturiert ausgebaut werden.

Besonders die Unterschiede zwischen Gioia del Colle und Manduria zeigen, wie stark Herkunft und Klima den Charakter verändern können.

Gioia del Colle – Primitivo aus der Höhe

Gioia del Colle liegt im Landesinneren auf der Hochebene der Murge südlich von Bari.

Die Weinberge liegen höher als in vielen anderen Teilen Apuliens. Dadurch sind die Nächte kühler und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht größer.

Primitivo aus Gioia del Colle kann deshalb eine ausgeprägtere Säure, straffere Struktur und frischere Frucht zeigen als viele wärmere Interpretationen der Sorte.

Gioia del Colle und die Geschichte des Primitivo

Gioia del Colle ist historisch besonders eng mit dem Primitivo verbunden.

Ende des 18. Jahrhunderts selektierte der Geistliche Francesco Filippo Indellicati dort eine früh reifende Rebe und verbreitete sie unter dem Namen Primitivo.

Die Gegend gehört deshalb nicht nur qualitativ, sondern auch historisch zu den wichtigsten Primitivo-Herkünften Apuliens.

Plantamura – Bio-Primitivo aus Gioia del Colle

In unserem Sortiment zeigt Plantamura die eigenständige Seite des Primitivo aus Gioia del Colle.

Die Weine entstehen in den höher gelegenen Kalklandschaften der Murge und werden biologisch erzeugt.

Mit verschiedenen Primitivo-Abfüllungen lässt sich hier besonders gut erkennen, wie Herkunft und Ausbau innerhalb derselben Rebsorte unterschiedliche Stilrichtungen ermöglichen.

Primitivo di Manduria – der berühmte Gegenpol

Weiter südlich liegt die Herkunft Primitivo di Manduria zwischen den Provinzen Taranto und Brindisi.

Das Klima ist wärmer und stärker mediterran geprägt als in Gioia del Colle. Die Rebsorte erreicht entsprechend hohe Reifegrade.

Die Weine können kraftvoll, dicht und körperreich ausfallen, mit reifer dunkler Frucht und häufig höherem Alkoholgehalt.

Manduria versus Gioia del Colle

Beide Herkünfte arbeiten mit Primitivo, stehen aber für unterschiedliche Voraussetzungen.

Gioia del Colle liegt höher im Landesinneren und wird stärker von der Murgia beeinflusst. Manduria liegt weiter südlich und ist wärmer und mediterraner.

Deshalb ist die Frage „Welcher Primitivo ist besser?“ weniger sinnvoll als die Frage, welchen Stil man sucht.

Negroamaro – die große rote Sorte des Salento

Im Süden Apuliens übernimmt Negroamaro eine ähnlich wichtige Rolle wie Primitivo.

Der Name wird häufig als Verbindung von „nero“ und „amaro“ – schwarz und bitter – interpretiert. Die genaue Namensgeschichte ist jedoch nicht eindeutig.

Die Rebsorte kann dunkle, würzige Rotweine mit schwarzen Früchten, mediterranen Kräutern, balsamischen Noten und einer charakteristischen herben Struktur hervorbringen.

Negroamaro muss nicht massiv sein

Negroamaro wird häufig zu kräftigem Rotwein ausgebaut, kann aber ebenso erstaunlich frische und elegante Stile liefern.

Seine gute Säurestruktur macht ihn auch für Roséwein interessant.

Gerade im Salento besitzt Rosato aus Negroamaro eine lange eigenständige Tradition.

Salento – Wein zwischen zwei Meeren

Das Salento bildet den südlichsten Teil Apuliens zwischen Adria und Ionischem Meer.

Die Landschaft ist weitgehend flach bis sanft hügelig. Heiße Sommer werden durch regelmäßige Meereswinde etwas gemildert.

Primitivo, Negroamaro und Malvasia Nera gehören zu den wichtigsten roten Rebsorten.

Malvasia Nera – traditioneller Partner des Negroamaro

Malvasia Nera besitzt im Salento eine lange Tradition. Die Sorte wird sowohl reinsortig als auch in Cuvées verwendet.

In Verbindung mit Negroamaro kann sie zusätzliche Frucht, Duft und Geschmeidigkeit einbringen.

Im Sortiment von Cantina Sampietrana findet sich Malvasia Nera auch als eigenständiger Wein.

Brindisi – traditionsreiche Rotweinherkunft

Rund um Brindisi an der Adriaküste entstehen traditionelle Rotweine aus den regionalen Sorten des Salento.

Besonders Negroamaro besitzt hier große Bedeutung, häufig ergänzt durch Malvasia Nera und weitere zugelassene Sorten.

Die Herkunft zeigt eine klassischere Seite des südlichen Apuliens jenseits des heute dominierenden Primitivo-Marketings.

Cantina Sampietrana – Salento in vielen Varianten

Cantina Sampietrana aus San Pietro Vernotico steht in unserem Sortiment für die große Rebsortenvielfalt des Salento.

Primitivo, Negroamaro und Malvasia Nera bilden wichtige Bestandteile des Sortiments. Hinzu kommen unter anderem Rosato und Aglianico.

Damit zeigt Sampietrana sehr gut, dass das Salento nicht auf einen einzigen dunklen, weichen Rotweinstil reduziert werden sollte.

Aglianico – eigentlich weiter westlich zu Hause

Aglianico wird vor allem mit Kampanien und der Basilikata verbunden, findet aber auch in Apulien geeignete Standorte.

Die spät reifende Sorte besitzt viel Säure und Tannin und kann sehr strukturierte, lagerfähige Rotweine hervorbringen.

Im warmen Süden Apuliens zeigt sie entsprechend eine andere Stilistik als in ihren klassischen Herkunftsregionen.

Rosato – Apulien hat eine echte Rosé-Tradition

Roséwein ist in Apulien keine moderne Mode. Besonders im Salento besitzt Rosato eine lange Tradition.

Negroamaro eignet sich aufgrund seiner Säure und Aromatik hervorragend für Rosé. Auch Primitivo wird für Rosato eingesetzt.

Die Weine können deutlich farbiger und würziger sein als sehr helle Provence-Rosés und besitzen häufig mehr Struktur am Gaumen.

Appassimento – auch in Apulien verbreitet

Appassimento bezeichnet das Antrocknen von Trauben, wodurch Wasser verloren geht und Zucker sowie Aromastoffe konzentriert werden.

In Apulien wird diese Technik heute für verschiedene Rotweinstile eingesetzt.

Appassimento-Weine können entsprechend voll, weich und fruchtintensiv ausfallen. Sie sind jedoch keine eigene apulische Rebsorte oder Herkunft, sondern das Ergebnis einer Herstellungsmethode.

Alberello – Buschreben im heißen Süden

Traditionell wurden viele Reben Apuliens im Alberello-System erzogen.

Die niedrigen Buschreben stehen einzeln und sind an heiße, trockene und windige Bedingungen angepasst. Das Laub kann die Trauben teilweise vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen.

Alte Alberello-Weinberge sind arbeitsintensiv, können aber besonders interessante, niedrigere Erträge liefern.

Bio-Wein aus Apulien

Rund 21 Prozent der apulischen Rebfläche werden inzwischen biologisch bewirtschaftet. Damit liegt die Region über dem italienischen Durchschnitt.

Das trockene Klima kann biologischen Weinbau begünstigen, weil viele Pilzkrankheiten weniger Druck verursachen als in feuchteren Regionen.

Dafür stellen Hitze, Trockenheit und Wasserknappheit besondere Herausforderungen dar.

Amastuola – Bio-Wein bei Taranto

Amastuola liegt bei Crispiano in der Provinz Taranto und gehört zu den markanten Bio-Weingütern unseres Apulien-Sortiments.

Der Betrieb erzeugt ausschließlich biologisch produzierte Weine und arbeitet sowohl mit autochthonen als auch mit internationalen Rebsorten.

Dazu gehören unter anderem Primitivo, Negroamaro, Aglianico, Fiano, Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon.

Primitivo und Negroamaro bei Amastuola

Amastuola erzeugt sowohl reinsortigen Primitivo als auch reinsortigen Negroamaro in Bio-Qualität.

Der Primitivo zeigt die warme, fruchtbetonte Seite der Region, während der Negroamaro stärker von dunkler Frucht, mediterranen Kräutern und würzigen Noten geprägt sein kann.

Die beiden Weine machen den Unterschied zwischen diesen wichtigen apulischen Rebsorten besonders gut nachvollziehbar.

Onda del Tempo – Apulien als Cuvée

Mit Onda del Tempo zeigt Amastuola eine weitere Seite des modernen apulischen Weinbaus.

Hier werden Primitivo und Aglianico mit Merlot und Cabernet Sauvignon kombiniert.

Solche Weine verbinden regionale und internationale Rebsorten und zeigen, wie vielfältig moderne Cuvées aus Apulien aufgebaut sein können.

Bio ist nicht automatisch leicht

Biologische Bewirtschaftung sagt zunächst etwas über die Arbeit im Weinberg und nicht über den Geschmack oder die Kraft eines Weines aus.

Ein Bio-Primitivo aus Apulien kann ebenso körperreich und konzentriert sein wie ein konventionell erzeugter Wein.

Entscheidend sind vielmehr Rebsorte, Standort, Ertrag, Reifegrad und Ausbau.

Klimawandel – Hitze wird zur zentralen Frage

Apulien gehört zu den europäischen Weinregionen, in denen Hitze und Trockenheit zunehmend entscheidende Themen werden.

Höher gelegene Gebiete wie Gioia del Colle können deshalb an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig profitieren alte Buschreben von tiefen Wurzelsystemen und ihrer Anpassung an trockene Bedingungen.

Bodenpflege, Beschattung und ein sparsamer Umgang mit Wasser werden für die Zukunft des Weinbaus immer wichtiger.

Warum Primitivo früh gelesen werden muss

Der Name Primitivo verweist auf die frühe Reife der Sorte.

Gleichzeitig können die Zuckerwerte in warmen Regionen sehr schnell steigen. Wird zu spät gelesen, können Alkohol und üppige Frucht die Balance dominieren.

Der richtige Lesezeitpunkt ist deshalb entscheidend, wenn ein Winzer Frische und Säure im Wein erhalten möchte.

Wie schmeckt Wein aus Apulien?

Einen einzigen apulischen Weinstil gibt es nicht.

Primitivo kann weich, reif und kraftvoll, aber ebenso trocken und strukturiert sein. Negroamaro zeigt häufig dunkle Frucht, Kräuter und eine herbere Würze.

Rosato kann frisch und saftig wirken, während Aglianico meist deutlich mehr Tannin und Struktur besitzt.

Welcher apulische Wein passt zu welchem Essen?

Fruchtbetonter Primitivo passt gut zu Pizza, Pasta mit kräftigen Saucen, gegrilltem Fleisch und würzigem Käse.

Negroamaro begleitet mediterrane Schmorgerichte, Lamm, Gemüse und kräftige Pasta. Rosato funktioniert hervorragend zu Antipasti, Fisch, Gemüse und leichteren Sommergerichten.

Strukturierte Aglianico-Weine passen eher zu kräftigem Fleisch und gereiftem Käse.

Apulien-Wein bei WEIN KUSCH

Unser Apulien-Sortiment zeigt bewusst mehrere unterschiedliche Regionen und Rebsorten. Primitivo bildet einen wichtigen Schwerpunkt, wird bei uns jedoch nicht als einheitlicher Weinstil verstanden.

Mit Plantamura führen wir Bio-Primitivo aus Gioia del Colle und damit aus den höher gelegenen Kalklandschaften der Murge. Primitivo di Manduria ist unter anderem mit Weinen von Cantina Sampietrana und Pietra Pura vertreten.

Cantina Sampietrana zeigt darüber hinaus Negroamaro, Malvasia Nera, Rosato und Aglianico aus dem Salento. Amastuola ergänzt die Auswahl um biologisch erzeugten Primitivo, Negroamaro und moderne Cuvées.

Damit lässt sich Apulien bei WEIN KUSCH vom kühleren Gioia del Colle bis in das mediterrane Salento entdecken – und weit über den bekannten Primitivo-Stil hinaus.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Wein aus Apulien

Welche Rebsorten sind typisch für Apulien?
Zu den wichtigsten roten Rebsorten gehören Primitivo, Negroamaro und Malvasia Nera. Daneben werden unter anderem Aglianico, Bombino, Fiano und weitere regionale sowie internationale Sorten angebaut.
Ist Primitivo dasselbe wie Zinfandel?
Ja. Genetisch handelt es sich um dieselbe Rebsorte. Primitivo und Zinfandel gehen auf eine alte kroatische Rebsorte zurück. Unterschiede im Geschmack entstehen vor allem durch Herkunft, Klima, Ertrag und Ausbau.
Ist Primitivo immer süß?
Nein. Primitivo kann vollständig trocken ausgebaut werden. Viele kommerzielle Stile sind sehr weich und fruchtbetont, doch es gibt ebenso trockene, frische und strukturierte Primitivo-Weine.
Was ist der Unterschied zwischen Primitivo di Manduria und Gioia del Colle?
Gioia del Colle liegt höher auf der Murge und besitzt kühlere Nächte. Die Weine können dadurch straffer und frischer wirken. Manduria liegt weiter südlich und ist wärmer; dort entstehen häufig körperreichere und reifere Primitivo-Stile.
Was ist Negroamaro?
Negroamaro ist eine traditionelle rote Rebsorte des Salento. Die Weine können dunkle Früchte, mediterrane Kräuter, balsamische und würzige Noten sowie eine leicht herbe Struktur zeigen.
Was ist Malvasia Nera?
Malvasia Nera ist eine traditionelle rote Rebsorte, die im Salento häufig gemeinsam mit Negroamaro verwendet wird. Sie kann zusätzliche Frucht, Duft und Geschmeidigkeit in Cuvées bringen, wird aber auch reinsortig ausgebaut.
Gibt es Roséwein aus Apulien?
Ja. Besonders das Salento besitzt eine lange Rosato-Tradition. Negroamaro und Primitivo werden für charaktervolle Roséweine verwendet, die häufig etwas kräftiger und würziger sind als sehr helle Provence-Rosés.
Was bedeutet Appassimento?
Appassimento bezeichnet das Antrocknen von Trauben vor der Gärung. Durch den Wasserverlust werden Zucker und Aromastoffe konzentriert. Dadurch können besonders körperreiche und fruchtintensive Weine entstehen.
Gibt es Bio-Wein aus Apulien?
Ja. Rund 21 Prozent der apulischen Rebfläche werden biologisch bewirtschaftet. In unserem Sortiment führen wir unter anderem Bio-Weine von Amastuola und Plantamura.
Welcher Primitivo ist frischer: Manduria oder Gioia del Colle?
Tendenziell können Primitivo aus dem höher gelegenen Gioia del Colle mehr Säure und Frische zeigen. Manduria ist wärmer und wird häufiger mit reiferen, körperreicheren Stilrichtungen verbunden. Der konkrete Erzeuger bleibt jedoch entscheidend.
Welche Apulien-Weine führt WEIN KUSCH?
Unser Sortiment umfasst unter anderem Primitivo aus Gioia del Colle und Manduria, Negroamaro, Malvasia Nera, Aglianico, Rosato und Appassimento. Vertreten sind unter anderem Plantamura, Cantina Sampietrana, Amastuola und Pietra Pura.