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Monastrell & Mourvèdre – eine Rebsorte zwischen Spanien und Frankreich

Monastrell und Mourvèdre sind zwei Namen für dieselbe rote Rebsorte. In Spanien ist sie überwiegend als Monastrell bekannt, während in Frankreich die Bezeichnung Mourvèdre gebräuchlich ist. International begegnet man außerdem dem Namen Mataró.

Ihre Heimat liegt in Spanien. Besonders eng ist die Rebsorte heute mit den warmen und trockenen Weinbaugebieten im Südosten des Landes verbunden. Auf französischer Seite spielt Mourvèdre vor allem im mediterranen Süden und an der südlichen Rhône eine bedeutende Rolle.

Die Sorte besitzt einen langen Vegetationszyklus, reift spät und benötigt viel Wärme und Licht. Gleichzeitig kann sie mit trockenen Bedingungen bemerkenswert gut umgehen. Diese Eigenschaften erklären einen Teil ihrer geografischen Verbreitung – legen den Stil des fertigen Weines aber keineswegs fest.

Sind Monastrell und Mourvèdre dieselbe Rebsorte?

Ja. Monastrell und Mourvèdre sind unterschiedliche Namen für dieselbe Rebsorte. Die spanische Bezeichnung Monastrell ist vor allem auf der Iberischen Halbinsel gebräuchlich, während französische Weine die Sorte üblicherweise als Mourvèdre ausweisen.

Ein weiterer international verwendeter Name ist Mataró. Die unterschiedlichen Bezeichnungen sind historisch und regional entstanden und bedeuten nicht, dass es sich um verschiedene Rebsorten handelt.

Für Weintrinker kann das durchaus verwirrend sein: Ein spanischer Monastrell und ein französischer Mourvèdre besitzen dieselbe Rebsortengrundlage, können aufgrund ihrer Herkunft und Vinifikation aber vollkommen unterschiedlich ausfallen.

Woher stammt die Rebsorte Monastrell?

Die Rebsorte besitzt spanischen Ursprung und ist seit langer Zeit mit dem mediterranen Weinbau der Iberischen Halbinsel verbunden.

Heute liegen wichtige Anbaugebiete insbesondere im Südosten Spaniens. Dort trifft die Sorte auf viel Sonneneinstrahlung, geringe Niederschläge und lange Vegetationsperioden – Bedingungen, an die sie bemerkenswert gut angepasst ist.

Von Spanien aus verbreitete sich die Sorte auch nach Frankreich, wo sich die Bezeichnung Mourvèdre durchsetzte.

Woher kommt der Name Mourvèdre?

Die französische Bezeichnung Mourvèdre wird traditionell mit dem spanischen Ort Murviedro in Verbindung gebracht, dem heutigen Sagunto bei Valencia.

Solche historischen Rebsortennamen sind allerdings nicht automatisch ein eindeutiger Beleg für den exakten Entstehungsort einer Sorte. Sie zeigen vielmehr, auf welchen Wegen Reben, Pflanzenmaterial und Bezeichnungen über Jahrhunderte weitergegeben wurden.

Für die Herkunft der Rebsorte ist deshalb die breitere Einordnung als spanische Sorte sinnvoller als die Festlegung auf einen einzelnen historischen Ort.

Welche Eigenschaften besitzt die Rebsorte Monastrell?

Monastrell besitzt einen langen Vegetationszyklus. Die Sorte treibt spät aus und erreicht auch ihre Reife vergleichsweise spät. Dadurch benötigt sie über einen langen Zeitraum ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung.

Die Trauben sind klein bis mittelgroß und vergleichsweise kompakt. Die Beeren besitzen eine kräftige, blauschwarze Färbung und eine relativ dicke Schale.

Die Rebsorte kann kräftig wachsen und produktiv sein. Ertrag, Wasserversorgung, Standort und Lesezeitpunkt beeinflussen deshalb wesentlich die Entwicklung der Trauben.

Warum braucht Monastrell so viel Wärme?

Der lange Vegetationszyklus bedeutet, dass die Trauben viel Zeit benötigen, um vollständig auszureifen. Geeignete Standorte müssen deshalb über einen langen Zeitraum ausreichend Wärme und Licht bereitstellen.

Genau das erklärt die historische Bedeutung der Sorte in mediterranen Regionen Spaniens und Frankreichs. An zu kühlen Standorten kann die vollständige Reife schwieriger zu erreichen sein.

Viel Wärme ist allerdings nicht automatisch mit hoher Qualität gleichzusetzen. Wasserhaushalt, Ertrag, Bodeneigenschaften und der richtige Lesezeitpunkt bleiben ebenso entscheidend.

Wie gut verträgt Monastrell Trockenheit?

Die Rebsorte gilt als ausgesprochen gut an trockene Bedingungen angepasst. Gerade in Südostspanien besitzt diese Eigenschaft große Bedeutung.

In der DOP Jumilla fällt beispielsweise weniger als 300 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Trotzdem wird ein großer Teil der dortigen Rebfläche ohne regelmäßige Bewässerung bewirtschaftet. Monastrell ist aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit eine der prägenden Sorten dieser trockenen Landschaft.

Trockenheitsverträglichkeit bedeutet jedoch nicht, dass die Rebe ohne Wasser auskommt. Boden, Wurzeltiefe und verfügbare Wasserreserven sind weiterhin entscheidend für Wachstum und Reife.

Warum ist Monastrell in Jumilla so wichtig?

Jumilla im Südosten Spaniens gehört zu den wichtigsten Herkunftsgebieten der Rebsorte. Rund 70 Prozent der Rebfläche der DOP sind mit Monastrell bestockt.

Das Gebiet ist von einem trockenen, sonnigen Klima und kalkhaltigen, häufig steinigen Böden geprägt. Viele Weinberge werden im Trockenfeldbau bewirtschaftet, also ohne regelmäßige Bewässerung.

Gerade hier zeigt sich, warum die Sorte über Generationen erhalten blieb: Ihr langer Vegetationszyklus und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit passen zu den besonderen Bedingungen des Gebiets.

Welche Bedeutung hat Monastrell in Alicante?

Auch Alicante gehört zu den traditionellen spanischen Herkunftsgebieten der Rebsorte. Die warmen mediterranen Bedingungen bieten grundsätzlich gute Voraussetzungen für ihre späte Reife.

Monastrell wird dort für unterschiedliche Weinstile verwendet und gehört zum historischen Rebsortenbestand der Region.

Dass dieselbe Rebsorte sowohl in Alicante als auch in anderen Gebieten Südostspaniens eine lange Tradition besitzt, zeigt gleichzeitig, dass Monastrell nicht auf eine einzelne Appellation reduziert werden kann.

Welche Bedeutung hat Monastrell in Valencia?

Auch in Valencia besitzt die Rebsorte historische Bedeutung. Die mediterranen Bedingungen der Region gehören zu jenem größeren geografischen Raum, in dem sich Monastrell über lange Zeit etabliert hat.

Innerhalb der Region unterscheiden sich jedoch Höhenlagen, Böden und lokale Klimabedingungen. Deshalb sollte auch valencianischer Monastrell nicht als einheitlicher Weinstil verstanden werden.

Warum gibt es viele alte Monastrell-Reben?

In einigen Gebieten Südostspaniens existieren bis heute bemerkenswert alte Monastrell-Weinberge. Besonders Jumilla ist für einen erheblichen Bestand alter Reben bekannt.

Die trockenen Bedingungen und bestimmte Bodenverhältnisse haben dazu beigetragen, dass dort sogar einzelne alte, wurzelechte Weinberge erhalten geblieben sind.

Das Alter einer Rebe ist jedoch kein automatisches Qualitätsversprechen. Gesundheit der Pflanzen, Standort, Ertrag, Bewirtschaftung und Jahrgang bleiben entscheidend. Alte Reben können vielmehr ein besonders interessantes historisches Pflanzenmaterial darstellen.

Warum stehen viele Monastrell-Reben als Buschreben?

In trockenen mediterranen Regionen findet man Monastrell häufig in traditioneller Buscherziehung. Dabei wachsen die Reben niedrig und ohne hohe Drahtrahmen.

Diese Erziehungsform ist an trockene und sonnige Bedingungen angepasst. Die Laubwand kann die Trauben teilweise beschatten, während die niedrige Wuchsform mit den traditionellen Bewirtschaftungsmethoden der Region verbunden ist.

Buscherziehung ist allerdings keine Voraussetzung für Monastrell. Die Sorte kann auch in anderen Erziehungssystemen kultiviert werden.

Welche Bedeutung hat Mourvèdre in Frankreich?

In Frankreich ist die Rebsorte unter dem Namen Mourvèdre bekannt. Ihre wichtigsten Anbaugebiete liegen im warmen mediterranen Süden.

Dort wird sie sowohl reinsortig als auch gemeinsam mit anderen südfranzösischen Rebsorten verarbeitet. Besonders bekannt ist ihre Rolle in verschiedenen Appellationen der Provence und der südlichen Rhône.

Die späte Reife begrenzt ihre sinnvollen Standorte: Mourvèdre benötigt ausreichend warme und gut exponierte Lagen, um zuverlässig auszureifen.

Welche Rolle spielt Mourvèdre an der Rhône?

An der südlichen Rhône gehört Mourvèdre zum traditionellen Spektrum roter Rebsorten. Die Sorte ist unter anderem in verschiedenen Côtes-du-Rhône-Appellationen und in bekannten Crus zugelassen.

Sie wird dort häufig gemeinsam mit Grenache und Syrah verwendet. Die Anteile unterscheiden sich jedoch nach Herkunft, Weinberg, Erzeuger und Jahrgang.

Gerade wegen ihrer späten Reife findet Mourvèdre an der südlichen Rhône vor allem dort geeignete Bedingungen, wo Wärme und Sonneneinstrahlung über einen langen Zeitraum zur Verfügung stehen.

Welche Bedeutung hat Mourvèdre im Languedoc?

Auch im Languedoc gehört Mourvèdre zum mediterranen Rebsortenspektrum. Dort begegnet die Sorte sowohl in Cuvées als auch in stärker von Mourvèdre geprägten Weinen.

Die warmen Bedingungen ermöglichen grundsätzlich die späte Reife der Trauben. Gleichzeitig unterscheiden sich die einzelnen Standorte innerhalb der großen Region erheblich.

Herkunft, Höhenlage, Exposition, Boden und Nähe zum Meer können deshalb auch innerhalb Südfrankreichs sehr unterschiedliche Voraussetzungen schaffen.

Was bedeutet GSM bei Wein?

Die Abkürzung GSM steht für Grenache, Syrah und Mourvèdre. Sie wird international für Cuvées verwendet, die aus diesen drei Rebsorten bestehen oder maßgeblich von ihnen geprägt werden.

Die Kombination orientiert sich an traditionellen Rebsortenzusammensetzungen aus dem südlichen Frankreich. Dabei besitzt Mourvèdre keineswegs immer denselben Anteil. Je nach Herkunft und Erzeuger kann die Zusammensetzung stark variieren.

Auch Grenache kann in Spanien unter dem Namen Garnacha auftreten. Die unterschiedlichen regionalen Bezeichnungen machen deutlich, wie stark die Geschichte dieser mediterranen Rebsorten über Ländergrenzen hinweg miteinander verbunden ist.

Wird Monastrell auch reinsortig ausgebaut?

Ja. Besonders in Spanien entstehen zahlreiche Weine, die vollständig oder überwiegend aus Monastrell bestehen.

In Frankreich begegnet Mourvèdre dagegen häufig als Bestandteil von Cuvées, kann aber ebenfalls einen sehr hohen Anteil eines Weines ausmachen oder reinsortig verarbeitet werden.

Reinsortigkeit ist dabei kein Qualitätsmerkmal an sich. Eine Cuvée kann ebenso bewusst und herkunftstypisch sein wie ein Wein aus nur einer Rebsorte.

Wie schmeckt Monastrell beziehungsweise Mourvèdre?

Weine aus der Rebsorte können eine intensive Farbe, deutliche Gerbstoffstruktur und einen kräftigen Körper entwickeln. Häufig werden dunkle Frucht, würzige, kräuterige oder erdige Eindrücke beschrieben.

Solche Beschreibungen sind jedoch mögliche sensorische Ausprägungen und kein festgelegtes Aromaprofil. Ein Monastrell aus Südostspanien kann sich deutlich von einem Mourvèdre von der Rhône unterscheiden.

Darüber hinaus verändern Ertrag, Traubenreife, Maischearbeit, Ausbaugefäß und Flaschenreife den sensorischen Eindruck des fertigen Weines.

Ist Monastrell immer ein schwerer Rotwein?

Nein. Die Rebsorte besitzt zwar das Potenzial für farbintensive, strukturierte und alkoholreiche Rotweine, doch daraus folgt kein zwangsläufig schwerer Weinstil.

Lesezeitpunkt, Ertrag, Höhenlage, Extraktion und Ausbau beeinflussen wesentlich, wie kräftig ein Wein später wirkt.

Auch in warmen Regionen können Frische und Struktur erhalten bleiben, wenn Standort, Traubenreife und Vinifikation entsprechend zusammenspielen.

Warum kann Monastrell viel Tannin besitzen?

Die Beeren besitzen relativ dicke Schalen. Während der Rotweinbereitung können daraus Farbstoffe, Gerbstoffe und weitere phenolische Bestandteile extrahiert werden.

Wie viel davon tatsächlich in den Wein gelangt, hängt jedoch stark von der Vinifikation ab. Maischestandzeit, Temperatur und Intensität der Extraktion beeinflussen die spätere Struktur.

Ein ausgeprägtes Tanninpotenzial bedeutet deshalb nicht, dass jeder Monastrell oder Mourvèdre zwangsläufig gerbstoffbetont schmecken muss.

Welche Rolle spielt der Ertrag bei Monastrell?

Die Rebsorte kann produktiv sein. Wie hoch der Ertrag tatsächlich ausfällt, hängt jedoch stark von Standort, Wasserversorgung, Alter der Reben und Bewirtschaftung ab.

In sehr trockenen Weinbergen kann die natürliche Wasserknappheit das Wachstum und die Traubenmenge begrenzen. In anderen Situationen kann eine gezielte Ertragssteuerung notwendig sein.

Niedriger Ertrag ist dabei nicht automatisch mit höherer Qualität gleichzusetzen. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Rebe, Standort und gewünschtem Reifegrad.

Warum ist der Lesezeitpunkt bei Monastrell besonders wichtig?

Aufgrund des langen Vegetationszyklus kann der richtige Lesezeitpunkt eine besondere Herausforderung darstellen. Zu früh gelesene Trauben können noch unreife phenolische Bestandteile besitzen.

Eine sehr späte Lese kann unter warmen Bedingungen wiederum zu hohen Zuckerwerten und einem Verlust an Frische führen.

Das Ziel besteht deshalb nicht darin, möglichst spät zu ernten, sondern einen Zeitpunkt zu finden, an dem Zucker, Säure, Aromatik und phenolische Reife zum gewünschten Weinstil passen.

Welche Rolle spielt die Höhenlage?

Auch in sehr warmen Regionen liegen Monastrell-Weinberge teilweise in beträchtlicher Höhe. Dadurch können sich die Temperaturverläufe gegenüber tieferen Standorten verändern.

Besonders die Bedingungen während der nächtlichen Stunden und während der späten Reifephase können sich je nach Höhenlage unterscheiden.

Höhe allein ist allerdings kein Qualitätsmerkmal. Exposition, Boden, Wind, Wasserverfügbarkeit und Bewirtschaftung müssen immer gemeinsam betrachtet werden.

Welche Rolle spielen dicke Beerenschalen?

Die vergleichsweise kräftigen Beerenschalen besitzen für die Rotweinbereitung besondere Bedeutung. In ihnen befinden sich unter anderem Farbstoffe und phenolische Bestandteile.

Gleichzeitig können dickere Schalen unter trockenen, sonnigen Bedingungen eine funktionale Eigenschaft der Trauben darstellen.

Im Keller entscheidet der Winzer anschließend, wie intensiv Bestandteile aus den Schalen extrahiert werden. Die Beerenschale schafft also Potenzial – sie legt den fertigen Weinstil nicht fest.

Wie wird Monastrell vinifiziert?

Bei der klassischen Rotweinbereitung werden die Trauben auf der Maische vergoren. Dabei können Farbe, Gerbstoffe und weitere Bestandteile aus den Schalen in den Wein übergehen.

Die Intensität dieser Extraktion lässt sich durch Temperatur, Dauer der Maischegärung und die Art der Kellerarbeit beeinflussen.

Nach der Gärung kann der Wein in Edelstahl, Beton, großen Holzfässern oder kleineren Fässern ausgebaut werden. Jede dieser Entscheidungen beeinflusst die weitere Entwicklung.

Wird Monastrell im Holzfass ausgebaut?

Viele strukturierte Monastrell- und Mourvèdre-Weine werden im Holz ausgebaut. Das kann in großen Fässern, gebrauchten Gebinden oder kleineren Barriques geschehen.

Neues Holz kann zusätzliche sensorische Eindrücke und Gerbstoffe beitragen, während gebrauchtes oder größeres Holz meist zurückhaltender wirkt.

Holz ist jedoch keine Voraussetzung für hochwertigen Monastrell. Auch ein Ausbau in neutraleren Behältern kann bewusst gewählt werden.

Kann Monastrell lange reifen?

Strukturierte Weine aus der Rebsorte können ein gutes Reifepotenzial besitzen. Gerbstoffe, Säure, Konzentration und Ausbau beeinflussen dabei die Entwicklung auf der Flasche.

Mit zunehmender Reife können sich Gerbstoffe sensorisch verändern und primäre Fruchteindrücke gegenüber komplexeren Reifearomen zurücktreten.

Eine konkrete Lagerdauer lässt sich aus dem Namen der Rebsorte allein dennoch nicht ableiten. Herkunft, Jahrgang, Ausbau und Lagerbedingungen müssen berücksichtigt werden.

Ist Mourvèdre dasselbe wie Mataró?

Ja. Mataró ist eine weitere Bezeichnung für dieselbe Rebsorte. Der Name ist insbesondere außerhalb Europas anzutreffen.

Monastrell, Mourvèdre und Mataró können also auf dem Etikett vollkommen unterschiedlicher Weine stehen, bezeichnen botanisch aber dieselbe Rebsorte.

Ist Mourvèdre dasselbe wie Grenache?

Nein. Mourvèdre und Grenache sind zwei eigenständige Rebsorten. Sie werden lediglich häufig gemeinsam verwendet.

Besonders in Südfrankreich gehören beide zum traditionellen Rebsortenspektrum und können gemeinsam mit Syrah Bestandteil einer Cuvée sein.

Die häufige Kombination der Sorten erklärt, warum ihre Namen oft gemeinsam auftauchen – genetisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Rebsorten.

Ist Monastrell dasselbe wie Tempranillo?

Nein. Auch Monastrell und Tempranillo sind eigenständige spanische Rebsorten mit unterschiedlichen Vegetationszyklen.

Besonders auffällig ist die Reifezeit: Monastrell besitzt einen langen Zyklus und reift sehr spät, während Tempranillo bereits seinem Namen nach mit einer vergleichsweise frühen Reife verbunden ist.

Beide Sorten können in Spanien große Bedeutung besitzen, sind jedoch an unterschiedliche regionale Bedingungen angepasst.

Monastrell oder Mourvèdre – welcher Name ist richtig?

Beide Namen sind richtig. Welche Bezeichnung verwendet wird, hängt vor allem vom Land und von der regionalen Weintradition ab.

Für spanische Weine ist Monastrell die übliche Bezeichnung. Bei französischen Weinen begegnet man dagegen fast ausschließlich Mourvèdre.

Der Name auf dem Etikett liefert damit häufig bereits einen Hinweis auf die Herkunft – nicht aber auf eine andere Rebsorte.

Rebsorte ist nicht gleich Weinstil

Der Vergleich zwischen Monastrell und Mourvèdre zeigt besonders anschaulich, warum eine Rebsorte nicht mit einem einzigen Geschmacksbild gleichgesetzt werden sollte.

Dieselbe genetische Sorte wächst in den trockenen Landschaften Südostspaniens ebenso wie an der südlichen Rhône und in weiteren mediterranen Gebieten Frankreichs. Schon Klima, Böden, Höhenlage und Wasserhaushalt schaffen unterschiedliche Voraussetzungen.

Hinzu kommen Ertrag, Alter und Erziehung der Reben, Lesezeitpunkt, Maischearbeit und Ausbau. Monastrell oder Mourvèdre bezeichnet deshalb zunächst eine Rebsorte – nicht einen festgelegten Geschmack im Glas.

Welches Essen passt zu Monastrell oder Mourvèdre?

Die passende Speisenbegleitung hängt vom konkreten Weinstil ab. Frischere und weniger extrahierte Varianten können beispielsweise zu mediterranem Gemüse, Pilzen, Pasta oder gegrillten Gerichten passen.

Strukturiertere Rotweine mit ausgeprägteren Gerbstoffen können kräftigere Speisen wie Lamm, Rind, Wild oder Schmorgerichte begleiten.

Entscheidend sind Körper, Säure, Alkohol, Gerbstoff und Ausbau des konkreten Weines – nicht allein die Rebsortenbezeichnung.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Monastrell & Mourvèdre

Sind Monastrell und Mourvèdre dieselbe Rebsorte?
Ja. Monastrell ist die vor allem in Spanien gebräuchliche Bezeichnung, während dieselbe Rebsorte in Frankreich Mourvèdre genannt wird.
Ist Mataró dasselbe wie Monastrell?
Ja. Mataró ist eine weitere internationale Bezeichnung für dieselbe Rebsorte. Monastrell, Mourvèdre und Mataró sind unterschiedliche Namen derselben Sorte.
Woher stammt Monastrell?
Die Rebsorte besitzt spanischen Ursprung. Besonders eng ist sie heute mit den warmen und trockenen Weinbaugebieten im Südosten Spaniens verbunden.
Wo wird Monastrell in Spanien angebaut?
Wichtige Anbaugebiete liegen vor allem im Südosten Spaniens. Besonders bekannt ist Jumilla; auch Alicante und Valencia besitzen eine lange Monastrell-Tradition.
Warum ist Monastrell in Jumilla so wichtig?
Die Rebsorte ist sehr gut an die warmen und trockenen Bedingungen Jumillas angepasst. Rund 70 Prozent der dortigen Rebfläche sind mit Monastrell bestockt.
Wo wird Mourvèdre in Frankreich angebaut?
Mourvèdre wird vor allem im mediterranen Süden Frankreichs angebaut. Die Sorte spielt unter anderem an der südlichen Rhône und im Languedoc eine Rolle.
Reift Monastrell spät?
Ja. Die Rebsorte besitzt einen langen Vegetationszyklus, treibt spät aus und erreicht ihre Reife ebenfalls vergleichsweise spät. Sie benötigt deshalb ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung.
Verträgt Monastrell Trockenheit?
Die Rebsorte gilt als sehr gut an trockene Bedingungen angepasst. Trotzdem benötigt auch sie Wasser; Boden, Wurzeltiefe und verfügbare Wasserreserven bleiben entscheidend.
Was bedeutet GSM bei Wein?
GSM steht für Grenache, Syrah und Mourvèdre. Die Abkürzung wird für Cuvées verwendet, die aus diesen drei mediterranen Rebsorten bestehen oder wesentlich von ihnen geprägt werden.
Wird Monastrell reinsortig ausgebaut?
Ja. Besonders in Spanien entstehen zahlreiche reinsortige oder stark von Monastrell geprägte Weine. In Frankreich wird Mourvèdre häufig auch als Bestandteil von Cuvées verwendet.
Wie schmeckt Monastrell?
Die Rebsorte kann farbintensive und strukturierte Weine hervorbringen. Häufig werden dunkle Frucht, würzige, kräuterige oder erdige Eindrücke beschrieben. Der konkrete Geschmack hängt jedoch stark von Herkunft, Reifegrad und Vinifikation ab.
Ist Monastrell immer kräftig und schwer?
Nein. Die Sorte besitzt zwar das Potenzial für konzentrierte und strukturierte Weine, doch Lesezeitpunkt, Standort, Ertrag, Extraktion und Ausbau können zu sehr unterschiedlichen Weinstilen führen.
Hat Monastrell viele Tannine?
Die Rebsorte kann eine deutliche Gerbstoffstruktur entwickeln. Wie stark diese im fertigen Wein wahrgenommen wird, hängt unter anderem von Traubenreife, Maischegärung, Extraktion und Ausbau ab.
Wird Monastrell im Holzfass ausgebaut?
Das ist häufig der Fall, aber keineswegs zwingend. Monastrell kann in Holz, Beton oder Edelstahl ausgebaut werden. Das Ausbaugefäß ist eine stilistische Entscheidung des Erzeugers.
Kann Monastrell lange reifen?
Strukturierte Monastrell- und Mourvèdre-Weine können ein gutes Reifepotenzial besitzen. Die konkrete Lagerfähigkeit hängt jedoch von Herkunft, Jahrgang, Struktur, Ausbau und Lagerbedingungen ab.
Ist Mourvèdre dasselbe wie Grenache?
Nein. Mourvèdre und Grenache sind eigenständige Rebsorten. Sie werden jedoch häufig gemeinsam in mediterranen Cuvées verwendet.
Welches Essen passt zu Monastrell oder Mourvèdre?
Je nach Stil passen die Weine zu mediterranem Gemüse, Pilzen und Pasta ebenso wie zu Lamm, Rind, Wild oder Schmorgerichten. Entscheidend ist die Struktur des konkreten Weines.