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Malbec

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Malbec – von Südwestfrankreich zur Leitrebsorte Argentiniens

Kaum eine Rebsorte wird heute so selbstverständlich mit einem Land verbunden wie Malbec mit Argentinien. Ihre Geschichte begann jedoch auf der anderen Seite des Atlantiks: Die rote Rebsorte stammt aus dem Südwesten Frankreichs und ist dort seit Jahrhunderten unter verschiedenen Namen bekannt.

Besonders eng ist Malbec mit Cahors verbunden, wo die Sorte auch Côt oder Auxerrois genannt wird und bis heute die Grundlage der regionalen Rotweine bildet. Im 19. Jahrhundert gelangte sie nach Argentinien und fand dort vollkommen andere klimatische Voraussetzungen vor.

Heute entstehen deshalb auf zwei Kontinenten sehr unterschiedliche Interpretationen derselben Rebsorte. Malbec ist damit ein hervorragendes Beispiel dafür, wie stark Herkunft, Klima, Höhenlage, Ertrag, Traubenreife und Vinifikation den Charakter eines Weines beeinflussen.

Woher stammt die Rebsorte Malbec?

Die Rebsorte Malbec stammt aus dem Südwesten Frankreichs. Die französische Rebsortendatenbank PlantGrape führt sie offiziell unter dem Namen Côt und nennt den französischen Südwesten als Herkunft.

Besonders eng ist ihre Geschichte mit dem Gebiet zwischen Cahors und Gaillac verbunden. Auch die AOC Cahors bezeichnet Malbec als heimische Rebsorte des französischen Südwestens.

Die heute dominierende internationale Bezeichnung Malbec darf deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rebsorte lange vor ihrer argentinischen Erfolgsgeschichte Bestandteil des französischen Weinbaus war.

Welche Eltern hat Malbec?

Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Rebsorte aus einer natürlichen Kreuzung von Magdeleine Noire des Charentes und Prunelard hervorgegangen ist.

Prunelard ist eine alte Rebsorte aus dem französischen Südwesten und besonders mit dem Raum Gaillac verbunden. Magdeleine Noire des Charentes wurde erst durch moderne genetische Untersuchungen als eigenständige historische Rebsorte identifiziert.

Diese Abstammung unterstützt damit auch die historische Verortung des Malbec im französischen Südwesten.

Malbec, Côt oder Auxerrois – was ist der Unterschied?

Côt und Malbec bezeichnen dieselbe Rebsorte. In Frankreich lautet der offizielle Sortenname Côt, wobei Malbec ebenfalls als Bezeichnung zugelassen ist.

In Cahors ist darüber hinaus der Name Auxerrois traditionell gebräuchlich. Auch dabei handelt es sich im Zusammenhang mit Cahors um dieselbe Rebsorte.

Die unterschiedlichen Namen sind das Ergebnis einer langen regionalen Geschichte und kein Hinweis auf unterschiedliche Rebsorten.

Welche Bedeutung hat Malbec in Cahors?

Cahors ist die historische Hochburg der Rebsorte. In der dortigen Appellation bildet Malbec die Grundlage der Rotweine und muss nach den geltenden Regeln mindestens 70 Prozent der Cuvée ausmachen.

In der Praxis liegt der Anteil heute häufig noch deutlich höher. Die Rebsorte kann reinsortig verarbeitet oder mit den weiteren zugelassenen Sorten der Appellation kombiniert werden.

Cahors ist deshalb für das Verständnis von Malbec ebenso wichtig wie Mendoza: Die französische und die argentinische Geschichte gehören beide zur Identität der Rebsorte.

Welche Rolle spielte Malbec in Bordeaux?

Malbec besitzt auch eine historische Verbindung zu Bordeaux. Die Rebsorte gehörte dort zum traditionellen Rebsortenspektrum und ist bis heute in verschiedenen Bordeaux-Appellationen zugelassen.

Ihre heutige Bedeutung ist allerdings wesentlich geringer als die von Cabernet Sauvignon, Merlot oder Cabernet Franc. Damit unterscheidet sich die moderne Wahrnehmung der Sorte deutlich von ihrer historischen Verbreitung.

Dass Malbec heute vor allem mit Cahors und Argentinien verbunden wird, bedeutet also nicht, dass die Sorte in anderen französischen Regionen keine Geschichte besitzt.

Warum verlor Malbec in Frankreich an Bedeutung?

Die Rebfläche von Malbec ging in Frankreich im Laufe der Weinbaugeschichte deutlich zurück. Dafür gibt es nicht einen einzigen Grund.

Rebkrankheiten, die Reblauskrise, Veränderungen im Rebsortenspiegel und die Anforderungen unterschiedlicher Standorte beeinflussten die Entwicklung. Malbec reagiert zudem empfindlich auf bestimmte klimatische Bedingungen und benötigt geeignete Standorte für eine zuverlässige Reife.

In Cahors blieb die Sorte dagegen zentral und wurde zum bestimmenden Bestandteil der geschützten Herkunft.

Wie kam Malbec nach Argentinien?

Die entscheidende Etappe der argentinischen Malbec-Geschichte begann im Jahr 1853. Der französische Agronom Michel Aimé Pouget brachte im Zuge der Modernisierung des argentinischen Weinbaus verschiedene europäische Rebsorten nach Mendoza, darunter Malbec.

Am 17. April 1853 wurde in Mendoza das Projekt zur Gründung einer landwirtschaftlichen Versuchseinrichtung und Landwirtschaftsschule vorgelegt. Dieses Datum wurde später zum symbolischen Ausgangspunkt der argentinischen Malbec-Geschichte.

Deshalb wird heute am 17. April der internationale Malbec-Tag begangen.

Warum wurde Malbec in Argentinien so erfolgreich?

In Argentinien traf die Rebsorte auf andere klimatische und geografische Bedingungen als in Frankreich. Besonders die trockenen Weinbaugebiete am Fuß der Anden ermöglichten eine andere Entwicklung der Reben.

Argentinische Fachstellen weisen ausdrücklich darauf hin, dass Unterschiede zwischen französischem und argentinischem Malbec nicht nur durch Klima und Böden entstehen. Auch genetische Unterschiede im vorhandenen Pflanzenmaterial, Weinbergsbewirtschaftung und Vinifikation spielen eine Rolle.

Der Erfolg des argentinischen Malbec lässt sich deshalb nicht mit einer simplen Aussage wie „Malbec wächst in Argentinien besser“ erklären.

Welche Bedeutung hat Malbec heute in Argentinien?

Malbec entwickelte sich zur emblematischen roten Rebsorte Argentiniens und besitzt dort eine außergewöhnliche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung.

Die Sorte wird in fast allen argentinischen Weinbauprovinzen kultiviert. Ihr wichtigstes Zentrum befindet sich jedoch in Mendoza, wo der mit Abstand größte Teil der argentinischen Malbec-Fläche liegt.

Die enorme Verbreitung bedeutet gleichzeitig, dass „argentinischer Malbec“ keine präzise Beschreibung eines einzelnen Weinstils sein kann.

Malbec in Mendoza

Mendoza ist das wichtigste Zentrum des argentinischen Malbec-Anbaus. Die Provinz liegt am östlichen Rand der Anden und umfasst Weinberge unter sehr unterschiedlichen geografischen Bedingungen.

Zu den bekannten Herkunftsräumen gehören unter anderem Luján de Cuyo und das Valle de Uco. Innerhalb dieser Gebiete unterscheiden sich Höhenlage, Böden, Temperaturverlauf und Wasserversorgung teilweise erheblich.

Entsprechend wenig sinnvoll ist es, von einem einzigen „Mendoza-Malbec-Stil“ zu sprechen. Die konkrete Herkunft innerhalb der großen Provinz kann erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Trauben haben.

Welche Rolle spielt die Höhenlage bei argentinischem Malbec?

Viele argentinische Weinberge befinden sich in für den internationalen Weinbau ungewöhnlich großen Höhen. Gerade entlang der Anden können sich Weinberge über erhebliche Höhenunterschiede verteilen.

Mit der Höhenlage verändern sich unter anderem Temperaturverlauf, Sonneneinstrahlung und die Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperaturen. Deshalb können selbst geografisch relativ nahe Weinberge unterschiedliche Reifebedingungen besitzen.

Höhenlage allein ist allerdings kein Qualitätsmerkmal. Exposition, Boden, Wasserverfügbarkeit, Ertrag und Bewirtschaftung müssen immer gemeinsam betrachtet werden.

Warum ist Bewässerung in Mendoza so wichtig?

Mendoza besitzt ein trockenes Klima mit geringen natürlichen Niederschlägen. Weinbau wäre an vielen Standorten ohne zusätzliche Wasserversorgung nur schwer möglich.

Traditionell wird dafür Schmelzwasser aus den Anden genutzt, das über ein weit verzweigtes Bewässerungssystem in die landwirtschaftlichen Gebiete gelangt. Moderne Weinberge arbeiten daneben häufig mit gezielteren Bewässerungsmethoden.

Die Wasserversorgung gehört damit zu den grundlegenden Faktoren des argentinischen Weinbaus und beeinflusst Wachstum, Ertrag und Traubenentwicklung.

Welche Eigenschaften besitzt die Rebsorte Malbec?

Die Rebsorte besitzt einen kräftigen Wuchs und kann ertragreich sein. Sie benötigt geeignete warme Standorte, um zuverlässig auszureifen.

Die Trauben können eine intensive Färbung und deutliche phenolische Struktur entwickeln. Gleichzeitig reagieren die Reben empfindlich auf verschiedene weinbauliche und klimatische Einflüsse.

Standortwahl, Ertragssteuerung und der richtige Lesezeitpunkt spielen deshalb eine wichtige Rolle für die Qualität des Ausgangsmaterials.

Welche Rolle spielt der Ertrag bei Malbec?

Malbec kann gute Erträge liefern. Wie bei vielen Rebsorten beeinflusst das Verhältnis zwischen Blattfläche, Traubenmenge und verfügbaren Ressourcen die Entwicklung der Früchte.

Für konzentriertere Weinstile werden deshalb häufig geringere Erträge angestrebt. Eine pauschale Gleichung zwischen niedrigem Ertrag und hoher Qualität wäre jedoch zu einfach.

Entscheidend ist, dass Ertrag, Standort, Wasserversorgung, Vegetationsverlauf und gewünschter Weinstil zueinander passen.

Wie schmeckt Malbec?

Bei Malbec werden häufig dunkle und rote Fruchteindrücke, florale oder würzige Noten sowie eine deutliche Gerbstoffstruktur beschrieben.

Diese Beschreibungen sind mögliche sensorische Ausprägungen und kein festgelegtes Aromaprofil. Ein Malbec aus Cahors kann sich erheblich von einem Wein aus Mendoza unterscheiden – und selbst innerhalb Mendozas können Herkunft und Höhenlage große Unterschiede erzeugen.

Traubenreife, Maischegärung, Extraktion, Fassausbau und Flaschenreife verändern den sensorischen Eindruck zusätzlich.

Warum ist Malbec häufig so dunkel?

Malbec kann Weine mit intensiver Farbe hervorbringen. Verantwortlich dafür sind Farbstoffe in den Beerenschalen, die während der Rotweinbereitung in den gärenden Most übergehen.

Wie dunkel der fertige Wein tatsächlich wird, hängt jedoch zusätzlich von Reifegrad, Maischekontakt, Extraktion und Vinifikation ab.

Farbe sollte außerdem nicht mit Qualität oder Konzentration gleichgesetzt werden. Ein besonders dunkler Wein ist nicht automatisch komplexer oder hochwertiger.

Hat Malbec viele Tannine?

Die Rebsorte kann Weine mit ausgeprägter Gerbstoffstruktur hervorbringen. Wie stark und wie reif diese Gerbstoffe im fertigen Wein wahrgenommen werden, hängt jedoch wesentlich von Trauben und Vinifikation ab.

Lesezeitpunkt, Maischestandzeit, Temperatur und Extraktionsintensität beeinflussen die Gerbstoffstruktur. Auch der Ausbau und die anschließende Flaschenreife verändern ihre sensorische Wirkung.

Malbec muss deshalb nicht zwangsläufig massiv oder gerbstoffbetont wirken.

Ist Malbec immer ein kräftiger Rotwein?

Nein. Zwar besitzt die Rebsorte das Potenzial für konzentrierte, farbintensive und strukturierte Rotweine, doch dieser Stil ist keine zwingende Folge der Sorte.

Früherer Lesezeitpunkt, niedrigere Extraktion und ein zurückhaltender Ausbau können deutlich frischere und weniger wuchtige Weine ermöglichen.

Umgekehrt können sehr reife Trauben, intensive Maischearbeit und Fassausbau einen wesentlich kräftigeren Stil hervorbringen.

Was unterscheidet Malbec aus Cahors und Argentinien?

Zunächst einmal nicht die Rebsorte selbst: Französischer Côt und argentinischer Malbec gehören zur selben Rebsorte.

Unterschiedlich sind dagegen Klima, Böden, Wasserversorgung, Höhenlage, vorhandenes Pflanzenmaterial und weinbauliche Traditionen. Dazu kommen unterschiedliche Entscheidungen bei Lese und Vinifikation.

Deshalb sollte man Cahors und Mendoza nicht als „rustikale“ beziehungsweise „fruchtige“ Version derselben Sorte vereinfachen. Beide Herkunftsräume können eine große stilistische Bandbreite hervorbringen.

Ist argentinischer Malbec besser als französischer Malbec?

Nein. Dass Malbec heute international stärker mit Argentinien verbunden wird, ist kein Qualitätsurteil über seine französische Herkunft.

Cahors und Argentinien repräsentieren unterschiedliche Weinbautraditionen und Standortbedingungen. Beide können hochwertige, eigenständige Weine hervorbringen.

Interessanter als die Frage nach „besser“ oder „schlechter“ ist deshalb, wie dieselbe Rebsorte unter verschiedenen Bedingungen interpretiert wird.

Welche Rolle spielen alte Malbec-Reben?

Besonders in Argentinien existieren historische Malbec-Weinberge, deren Rebstöcke bereits viele Jahrzehnte alt sind.

Solche Anlagen können sowohl wegen ihres Pflanzenmaterials als auch wegen ihrer historischen Bedeutung interessant sein. Ältere Reben besitzen häufig andere Wachstumsbedingungen und Ertragsstrukturen als junge Anlagen.

„Alte Reben“ sind jedoch kein automatisches Qualitätsversprechen. Gesundheit der Pflanzen, Standort, Bewirtschaftung und Jahrgang bleiben entscheidend.

Welche Rolle spielt der Lesezeitpunkt?

Der Lesezeitpunkt bestimmt wesentlich, welche Voraussetzungen Malbec-Trauben in den Keller mitbringen. Während der Reife verändern sich Zucker, Säure, Aromavorstufen und phenolische Bestandteile.

Eine spätere Lese kann höhere Reife und Zuckergehalte ermöglichen, während eine frühere Lese andere Voraussetzungen für Frische und Alkoholgehalt schafft.

Später ist dabei nicht automatisch besser. Der passende Zeitpunkt hängt vom Standort, Jahrgang und gewünschten Weinstil ab.

Wird Malbec im Holzfass ausgebaut?

Malbec kann in Edelstahl, Beton, großen Holzfässern oder kleineren Fässern ausgebaut werden. Die Wahl des Behälters gehört zu den stilprägenden Entscheidungen des Erzeugers.

Neues Holz kann zusätzliche Aromen in den Wein einbringen. Größere oder gebrauchte Fässer können dagegen stärker auf Entwicklung und Textur wirken, ohne intensive Holzaromen zu erzeugen.

Holzfassausbau ist deshalb weder Voraussetzung für hochwertigen Malbec noch automatisch ein Qualitätsmerkmal.

Kann Malbec ohne Holz ausgebaut werden?

Selbstverständlich. Malbec kann vollständig ohne Holzfass vinifiziert werden. Edelstahl oder Beton können beispielsweise eingesetzt werden, wenn der Erzeuger andere Aspekte des Weines in den Vordergrund stellen möchte.

Die Vorstellung, hochwertiger argentinischer Malbec müsse zwangsläufig in kleinen Barriques reifen, stammt eher aus einer bestimmten Stilphase als aus den Anforderungen der Rebsorte.

Entscheidend ist, welche Ausbauform zum jeweiligen Ausgangsmaterial passt.

Kann Malbec als Cuvée verwendet werden?

Ja. Malbec besitzt sowohl eine lange Geschichte als eigenständige Rebsorte als auch als Bestandteil von Cuvées.

In Frankreich gehört die Sorte beispielsweise zum traditionellen Rebsortenspektrum von Bordeaux. In Cahors kann sie mit weiteren zugelassenen roten Rebsorten kombiniert werden.

Auch in Argentinien wird Malbec mit anderen Sorten verschnitten. Reinsortigkeit ist deshalb kein Qualitätsmerkmal an sich.

Kann Malbec lange reifen?

Strukturierte Malbec-Weine können ein erhebliches Reifepotenzial besitzen. Besonders Weine mit ausreichender Säure, Gerbstoffstruktur und Konzentration können sich über Jahre auf der Flasche entwickeln.

Während der Reife verändern sich Frucht, Gerbstoffe und Aromatik. Der Wein kann dadurch sensorisch komplexer und die Gerbstoffstruktur weniger kantig erscheinen.

Eine konkrete Lagerdauer lässt sich dennoch nicht aus der Rebsorte allein ableiten. Jahrgang, Herkunft, Ausbau, Konzentration, Verschluss und Lagerbedingungen müssen berücksichtigt werden.

Rebsorte ist nicht gleich Weinstil

Malbec ist vielleicht eines der besten Beispiele dafür, warum eine Rebsorte nicht mit einem einzigen Geschmacksbild gleichgesetzt werden sollte.

Dieselbe Sorte wächst im französischen Südwesten, in Bordeaux und in zahlreichen argentinischen Regionen. Allein innerhalb Mendozas können unterschiedliche Höhenlagen, Böden und Mikroklimata vollkommen unterschiedliche Voraussetzungen schaffen.

Farbe, Gerbstoffpotenzial und bestimmte Wachstumseigenschaften gehören zur Rebsorte. Wie der fertige Wein schmeckt, bestimmen dagegen Herkunft, Pflanzenmaterial, Ertrag, Traubenreife und die Entscheidungen des Winzers gemeinsam.

Welches Essen passt zu Malbec?

Die passende Speisenbegleitung hängt vom konkreten Weinstil ab. Frischere und weniger extrahierte Malbec-Weine können beispielsweise zu gegrilltem Gemüse, Pilzgerichten, Pasta oder Geflügel passen.

Strukturiertere Varianten mit ausgeprägteren Gerbstoffen können kräftigere Fleischgerichte, Lamm, Rind oder Schmorgerichte begleiten.

Entscheidend sind Körper, Säure, Alkohol, Gerbstoff und Ausbau des konkreten Weines – nicht allein die Rebsortenbezeichnung.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Malbec

Woher stammt Malbec?
Malbec stammt aus dem Südwesten Frankreichs und ist historisch besonders eng mit Cahors verbunden. Erst im 19. Jahrhundert gelangte die Rebsorte nach Argentinien.
Ist Malbec eine argentinische Rebsorte?
Malbec ist heute die emblematische Rebsorte Argentiniens, stammt ursprünglich jedoch aus dem französischen Südwesten. Die Sorte wurde im 19. Jahrhundert nach Argentinien gebracht.
Ist Côt dasselbe wie Malbec?
Ja. Côt ist der offizielle französische Sortenname. Malbec bezeichnet dieselbe Rebsorte. In Cahors ist außerdem die Bezeichnung Auxerrois gebräuchlich.
Welche Eltern hat Malbec?
Genetische Untersuchungen zeigen, dass Malbec aus einer natürlichen Kreuzung von Magdeleine Noire des Charentes und Prunelard entstanden ist.
Welche Bedeutung hat Malbec in Cahors?
Malbec ist die prägende Rebsorte der AOC Cahors. Nach den Appellationsregeln muss sie mindestens 70 Prozent eines Cahors ausmachen; in der Praxis liegt ihr Anteil häufig noch deutlich höher.
Wann kam Malbec nach Argentinien?
Die entscheidende Einführung erfolgte 1853 im Zuge der Modernisierung des Weinbaus in Mendoza. Der französische Agronom Michel Aimé Pouget brachte unter anderem Malbec nach Argentinien.
Warum ist der 17. April Malbec-Tag?
Am 17. April 1853 wurde in Mendoza das Projekt zur Gründung einer landwirtschaftlichen Versuchseinrichtung und Landwirtschaftsschule vorgelegt. Dieses Datum gilt als symbolischer Ausgangspunkt der argentinischen Malbec-Geschichte und wird heute als Malbec World Day begangen.
Wo wird Malbec in Argentinien angebaut?
Malbec wird in fast allen argentinischen Weinbauprovinzen kultiviert. Das wichtigste Zentrum ist Mendoza mit bekannten Herkunftsräumen wie Luján de Cuyo und dem Valle de Uco.
Wie schmeckt Malbec?
Häufig werden dunkle und rote Fruchteindrücke, florale oder würzige Noten sowie eine deutliche Gerbstoffstruktur beschrieben. Der konkrete Geschmack hängt jedoch stark von Herkunft, Reifegrad und Vinifikation ab.
Ist Malbec immer ein kräftiger Rotwein?
Nein. Die Rebsorte kann konzentrierte und strukturierte Weine hervorbringen, lässt sich aber ebenso zu frischeren und weniger extrahierten Rotweinen vinifizieren.
Hat Malbec viele Tannine?
Malbec kann eine ausgeprägte Gerbstoffstruktur entwickeln. Wie kräftig die Tannine wirken, hängt unter anderem von Traubenreife, Maischegärung, Extraktion, Ausbau und Flaschenreife ab.
Was unterscheidet Malbec aus Cahors und Argentinien?
Die Rebsorte ist dieselbe. Unterschiede entstehen durch Klima, Böden, Höhenlage, Wasserversorgung, Pflanzenmaterial, Bewirtschaftung und Vinifikation. Deshalb gibt es weder den einen Cahors- noch den einen argentinischen Malbec-Stil.
Wird Malbec im Holzfass ausgebaut?
Das ist möglich, aber keineswegs zwingend. Malbec kann in Edelstahl, Beton, großen Holzfässern oder kleineren Fässern ausgebaut werden. Die Wahl hängt vom gewünschten Weinstil ab.
Kann Malbec lange reifen?
Strukturierte Malbec-Weine können sich über viele Jahre entwickeln. Das konkrete Reifepotenzial hängt von Herkunft, Jahrgang, Säure, Gerbstoffen, Konzentration, Ausbau und Lagerbedingungen ab.
Ist argentinischer Malbec besser als französischer Malbec?
Nein. Argentinischer und französischer Malbec repräsentieren unterschiedliche Herkünfte und Weintraditionen. Beide können hochwertige Weine hervorbringen; der Herkunftsname ist kein Qualitätsurteil.
Welches Essen passt zu Malbec?
Je nach Stil kann Malbec zu Pilzen, Pasta, gegrilltem Gemüse und Geflügel ebenso passen wie zu Lamm, Rind oder Schmorgerichten. Entscheidend sind Körper, Säure, Gerbstoff und Ausbau des konkreten Weines.